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Harvards Aufstand der Anständigen

Das Momentum wächst: Was der von Alan M. Garber angeführte Protest der Hochschulen in den USA bedeutet, warum die Zeichen auf Zuspitzung stehen – und wo eine Spaltung droht.
Flaggen am Eingangsportal des US amerikanischen Harvard University.

Widener Library der Harvard University (Symbolbild). Foto: Joseph Williams, CC BY 2.0 ,via Wikimedia Commons.

GUT MÖGLICH, dass die US-Wissenschaft eines Tages auf diese mutigen Worte Alan M. Garbers zurückblicken und sagen wird: Das war der Anfang des Aufstands der Anständigen, der die Wissenschaftsfreiheit (und womöglich weit mehr als nur diese) in den USA bewahrt hat. Donald Trump hat die Symbolik des Moments begriffen und hält entsprechend scharf dagegen.

"Am späten Freitagabend veröffentlichte die Regierung eine aktualisierte und erweiterte Liste von Forderungen und warnte, Harvard müsse diese erfüllen, wenn wir unsere 'finanziellen Beziehungen zur Bundesregierung aufrechterhalten' wollen", schrieb Harvard-Präsident Garber  am Montag vergangener Woche an die eigene Universitäts-Community, aber eigentlich gerichtet an die gesamte akademische Welt. Obwohl einige der Forderungen der Regierung auf die Bekämpfung von Antisemitismus abzielen, handele es sich bei den meisten um eine direkte staatliche Regulierung der intellektuellen Bedingungen in Harvard. "Wir haben die Regierung über unseren Rechtsbeistand darüber informiert, dass wir die vorgeschlagene Vereinbarung nicht akzeptieren werden. Die Universität wird weder ihre Unabhängigkeit noch ihre ...

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Kommentare

#1 -

Wolfgang Kühnel | Mo., 28.04.2025 - 20:52
Gewiss: Präsident Trump geht autoritär und zudem auch noch reichlich plump vor. Widerstand dagegen ist richtig. Aber man soll doch bitte nicht so tun, als hätte es vor Trump keine staatliche Einflussnahme auf die Universitäten und die Wissenschaft gegeben. Trump könnte sagen: "Ich mache das, was ihr schon lange gemacht habt, nur konsequenter." Als Beispiel für Deutschland sei hier mal an eine ältere Sache von 1998 erinnert. Die SPD-geführte Landesregierung von NRW (noch unter Ministerpräsident Rau) hat die Streichung von Geldern als Mittel eingesetzt, um in einer gewissen Detailfrage eine bestimmte Universität zu erpressen. Es ging nicht um politische Grundsatzfragen ...

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