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Ein Flaschenhals, der (vielleicht) gar nicht existiert

Es gebe zu wenige Professorenstellen für qualifizierte Nachwuchswissenschaftler, heißt es immer. Plausible Schätzungen kommen zu einem anderen Ergebnis. Ein Gastbeitrag von Karl Ulrich Mayer.

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Artikelbild: Ein Flaschenhals, der (vielleicht) gar nicht existiert
Foto: Pete Wright

NICHT ALLE KLAGEN, die über die Arbeitsbedingungen junger Wissenschaftler erhoben werden, sind berechtigt. Zum Beispiel die, dass „Nachwuchs“-WissenschaftlerInnen mehr als acht Stunden am Tag und mehr als 40 Stunden in der Woche arbeiten, und wohl auch nicht, dass Promovierende neben ihrer Dissertationsarbeit noch lehren und Arbeiten in Projekten übernehmen. Andere Beschwerden hingegen kann man gar nicht oft genug wiederholen. Dass die Arbeitsverträge in der Promotions- und Postdocphase immer noch viel zu kurz befristet sind etwa.

Das eigentliche Skandalon wäre jedoch, wenn junge WissenschaftlerInnen, die den mühsamen Weg der Qualifizierung, der Publikationen und Konferenzarbeit hinter sich gebracht haben, die höchst qualifiziert und spezialisiert sind, im schon nicht mehr sehr jungen Alter von um 42 Jahren feststellen müssten, dass ihnen trotz allem keine Stellen als Hochschullehrer offen stünden. Ein bekannter Sprecher der Juniorprofessoren, Remigius Bunia, hat 2014 in der Frankfurter Allgemeinen Zeitung vermutet, dass es ungefähr zwei Drittel aller Berufungsfähigen nicht auf eine Dauerstelle schafften Der Präsident der Freien Universität, Peter-André Alt, konstatierte schon 2012 ebenfalls in ...

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Kommentare

#1 -

aufmerksamer Leser | Fr., 18.08.2017 - 13:12
Lieber Herr Wiarda,



da ich diesen Beitrag gerade noch einmal verlinken wollte, und ihn im Vergleich zur ursprünglichen Fassung vom 21.3.2017 nun deutlich verändert vorfinde, hier eine kurze Frage und eine Kommentierung dazu: Warum ist hier eigentlich nicht - wie es bei Ihren eigenen Beiträgen guter Standard ist - kenntlich gemacht, wenn nachträglich noch etwas ergänzt bzw. geändert wurde?



Sehr schade ist, dass die Diskussion zahlreicher Experten aus der deutschsprachigen Hochschul- und Wissenschaftsforschung zu dem ursprünglichen Beitrag gleich mit "verschwunden" ist, obwohl sie sicherlich eine der lebhaftesten auf Ihrem Blog war und ja gerade dies eine der Stärken dieses Mediums ...

#2 -

Jan-Martin Wiarda | Fr., 18.08.2017 - 14:06
Lieber aufmerksamer Leser,



nun bin ich verwirrt. Tatsächlich habe ich an dem Gastbeitrag keinerlei Änderungen vorgenommen, er liegt genau in der am 15. März von Herrn Mayer freigegebenen Form vor. Da ich wie Sie sehr auf Transparenz aus bin, frage ich mich, wieso Sie Veränderungen entdecken, die gar nicht stattgefunden haben. Haben Sie irgendwo anders auf einer anderen Website eine andere Version des Textes gefunden? Das wäre dann in der Tat interessant. Sie können mir auch gern noch einmal per Mail Hinweise geben, wenn Sie mögen. Auf jeden Fall ist der hier und heute im Blog veröffentlichte Text im Wortlaut ...

#3 -

Jan-Martin Wiarda | Fr., 18.08.2017 - 14:48
PS: Jetzt habe ich es. Es scheinen tatsächlich Kommentare unter dem Artikel verschwunden zu sein, das bedaure ich sehr. Vielleicht erinnern Sie sich (falls Sie regelmäßiger Leser sind), dass ich Ende Mai Probleme mit der Kommentarfunktion hatte und dies auch unter zahlreichen Artikeln vermerkt hatte. Offenbar war auch dieser Beitrag betroffen, ohne dass ich es bemerkt habe. Das tut mir wirklich Leid! Wollen Sie Ihren Kommentar vielleicht nochmal einstellen? Ich versichere Ihnen aber nochmals, dass keine Veränderungen am Beitrag von Herrn Mayer selbst vorgenommen worden sind – und ganz sicher nicht, wie Sie schreiben, im Nachhinein Anleihen an irgendwelche Kommentare ...

#4 -

aufmerksamer Leser | Fr., 18.08.2017 - 14:53
Lieber Herr Wiarda,



interessant, dass Sie auf meine Kommentierung zu den erst erbetenen und dann "verschwundenen" Kommentaren bislang nicht eingegangen sind. ;-) Könnten Sie dazu evtl. noch etwas sagen?



Und da ich Ihnen auf keinen Fall Unrecht tun möchte, habe ich jetzt noch einmal genau alle mir vorliegenden Beiträge von Mayer zum Thema durchgesehen und verglichen: Was den Gastbeitrag auf Ihrem Blog betrifft, stimme ich Ihnen nun zu - und ziehe meine diesbezügliche Frage an Sie gern zurück.

Die Beiträge, die offenbar weiterentwickelte Fassungen des Gastbeitrages auf Ihrem Blog sind (worauf ich allerdings keinen expliziten Hinweis fand), und wo die ...

#5 -

aufmerksamer Leser | Fr., 18.08.2017 - 14:59
Lieber Herr Wiarda,



jetzt haben sich unsere beiden Kommentare offenbar gerade zeitlich überschnitten. Ich Danke Ihnen für die Erklärung zu den verschwundenen Kommentaren. Dies glaube ich Ihnen, es ist absolut menschlich und kann mal passieren. Hoffentlich haben Sie jetzt ein Backup für solche Fälle eingerichtet bzw. einrichten lassen, denn wie gesagt: Die Kommentare waren in diesem Fall mindestens genauso spannend wie der Gastbeitrag und dass sie fehlen, ist sehr schade.



Freundliche Grüße und ein angenehmes Wochenende

#6 -

Jan-Martin Wiarda | Fr., 18.08.2017 - 15:04
Lieber aufmerksamer Leser,

es freut mich, dass sich das aufklären ließ, denn professionelles und transparentes Arbeiten ist für mich sehr wichtig. Tatsächlich habe ich mit dem Betreiber deshalb gesprochen, aber wie Ihr Hinweis zeigt: Ich kenne ja nicht mal alle Beträge, bei denen noch die Kommentare verschwunden sind. Ich hoffe, nicht allzu viele.

Mit besten Grüßen und Wünschen
Ihr Jan-Martin Wiarda

#7 -

Cornelis Menke | Do., 09.11.2017 - 20:15
Lieber Herr Wiarda,

bei den vermißten Kommentaren könnte es sich mglw. (u.a.) um die Rechnung von René Krempkow handeln, die zwischenzeitlich in "Forschung" erschienen ist:
René Krempkow: Was kann die aktuelle Forschung über Berufungs
chancen sagen? – Anmerkungen zur Schätzung von Karl-Ulrich Mayer. In: Forschung: Politik - Strategie - Mangement, Heft 2/2017, 66ff.

Beste Grüße
Cornelis Menke

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