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Bund und Länder verhandeln über die Fortsetzung des Profesorinnenprogramms. Ein Reformvorschlag steht besonders in der Diskussion – und wird hoffentlich umgesetzt.

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Foto: diamond geezer: " Royal Institution Lecture Theater ", CC BY-NC-ND 2.0

HEUTE SITZEN DIE Wissenschaftsstaatssekretäre aus Bund und Ländern zusammen, um erneut über die Zukunft des Professorinnenprogramms zu beraten. 2008 gestartet, sollte es den Frauenanteil unter den Professoren steigern, und die größte Kritik an der bisherigen Initiative lässt sich in zwei Punkten zusammenfassen. Erstens: Es hätte ruhig mehr Geld dafür geben können. Und zweitens: Warum berücksichtigt das Professorinnenprogramm nur die Professorenebene?

Kritik Nummer zwei ist nicht so trivial, wie sie sich zunächst anhört. Wenn doch alle von der mangelnden Planbarkeit wissenschaftlicher Karrieren sprechen und die Unsicherheit vor allem junge Frauen lange vor der Professur aus der Wissenschaft verdrängt, geht es dann an, die Gleichstellung vorrangig auf den Zielpositionen zu fördern? Andererseits: Ist nicht gerade auf der Professorenebene der zu geringe Frauenanteil am augenfälligsten?

Die Ministerialbeamten, die ihren Chefs die Vorlage geliefert haben für die heutige Sitzung der Gemeinsamen Wissenschaftskonferenz (GWK), haben einen geradezu genial einfachen Vorschlag gemacht: Es werden weiter nur Erstberufungen gefördert. Aber diejenigen Hochschulen, die sich besonders um die Nachwuchsförderung bemühen, bekommen als ...

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Kommentare

#1 -

Klaus Diepold | Do., 31.08.2017 - 15:42
Die Beschränkung auf Erstberufungen is zwara ok, aber im Kontext von Tenure Track Systemen ist das problematisch. Eine Erstberufung auf eine Ternure Track Professur ist noch nicht unbefristet und wird somit vom Professorinnenprogramm nicht gefördert. Eine Übernahme aus einer Ternure Track in eine unbefristete Professur ist keine Erstberufung undwird somit nicht vom Programm gefördert. Das sollte evtl repariert werden, aber vielleicht ist das schon ein Bestandteil des neuen Programms ... ?

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