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Wir sind besorgt und enttäuscht

Bei der Exzellenzstrategie ist der Cluster "Normative Ordnungen" durchgefallen. Wissenschaftler aus aller Welt fordern in einem Brief: Das darf nicht das Ende für den Forschungsverbund sein. Hessens Wissenschaftsminister Rhein reagiert prompt.

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Der Offene Brief im Wortlaut

DER EXZELLENZCLUSTER „Normative Ordnungen“ an der Frankfurter Goethe-Universität zählt zu den bekanntesten Forschungsverbünden in den Geistes- und Sozialwissenschaften der Bundesrepublik insgesamt. Entsprechend groß war die Überraschung, als der seit 2007 geförderte Cluster schon beim Vorentscheid der neuen Exzellenzstrategie (ExStra) Ende September aus dem Wettbewerb kippte.

Jetzt haben sich fast 80 Wissenschaftler aus aller Welt zusammengetan, um in einem Offenen Brief gegen das drohende Aus des Clusters zu protestieren. Unter dem Briefkopf der Yale-Universität haben die Initiatoren Seyla Benhabib und Charles Larmore, die beide im internationalen Beirat der „Normativen Ordnungen“ sitzen, ein Who is Who der internationalen Forscher-Community als Mitunterzeichner versammelt: aus den USA, Großbritannien, Kanada, Frankreich, Indien und weiteren Staaten. Die bekannte Philosophin, Politikwissenschaftlerin und gegenwärtige Präsidentin der American Philosophical Association, Nancy Fraser, ist genauso darunter wie die Harvard-Professorin und ehemalige Präsidentin der American Political Science Association, Jane Mansbridge. Auch ein knappes Dutzend deutscher Wissenschaftler steht auf der Liste (siehe unten), darunter Jürgen Habermas, Julian Nida-Rümelin und Hartmut ...

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Kommentare

#1 -

tmg | Fr., 17.11.2017 - 17:11
Ein etwas peinliches Theater. Wenn nun schon öffentliche Protestbriefe
geschrieben werden, um die (bisherige) Exzellenz und Unverzichtbarkeit des Clusters zu belegen, könnte man seitens Frankfurt doch auch das DFG-Gutachten veröffentlichen, das zur Ablehnung der Skizze geführt hat, um auch die 'andere Seite' zu Wort kommen zu lassen.

#2 -

Klaus Diepold | Mo., 20.11.2017 - 11:27
Wenn das Ergebnis einer DFG Begutachtung ein wissenschaftlich diskursfähiges Dokument ist, dann wäre eine Veröffentlichung in der Tat eine lehrreiche Lektüre. Leider ist diese wissenschaftliche Satisfaktionsfähigkeit nicht sichergestellt.



Ich finde es bemerkenswert, dass es bisher nicht öfter einen international intonierten Aufschrei gab, wenn Cluster bei der DFG Begutachtung durchgefallen sind. Ich kennen durchaus Beispiele, wo sich internationale Beobachter ungläubig die Augen reiben, ob der ein oder anderen, bizarr erscheinenden Entscheidung. Selbst DFG Senatoren geben zu, dass diese Entscheidungen über Forschungsgroßprojekte oft auch von der Tagesform des Berichterstatters im DFG Senat oder von der politischen Großwetterlage abhängt. Mich würde interessieren, wie ...

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