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Analog durchs Lehramtsstudium

Die meisten angehenden Pädagogen werden so auf ihren Beruf vorbereitet, als hätte es die Digitalisierung nie gegeben, meldet der neue "Monitor Lehrerbildung".

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Artikelbild: Analog durchs Lehramtsstudium

DIE ERGEBNISSE SIND ERNÜCHTERND. Während alle von Digitalisierung reden, ist es an Deutschlands Hochschulen vielerorts immer noch möglich, ein Lehramtsstudium abzuschließen, ohne darin auch nur einmal mit dem Thema digitale Medien in Berührung gekommen zu sein. Zwar sieht etwa die Hälfte der befragten 63 Hochschulen Lehrveranstaltungen zum sinnvollen Einsatz digitaler Medien vor, aber nur in einzelnen Lehramtsfächern. Die Anzahl der Hochschulen, die in allen ihren Lehramtsfächern verpflichtende Kurse vorsehe, liege im einstelligen Bereich, berichten die Autoren des alle zwei Jahre erscheinenden " Monitors Lehrerbildung ", der diesem Blog exklusiv vorab vorliegt. Und das gelte für sämtliche angebotene Lehramtstypen, von der Grundschule bis zur Sekundarstufe II.

Die Erkenntnisse der Studie sind umso frappierender, wenn man ihren Kontext bedenkt. Ende 2016 haben die Kultusminister der Länder in ihrer Strategie "Bildung in der digitalen Welt" einen ehrgeizigen formuliert: Niemand soll künftig die Schule verlassen, ohne die grundlegenden Fähigkeiten erworben zu haben, die er oder sie im Zeitalter der Digitalisierung braucht. Dieses allgemein klingende Ziel haben die Kultusminister mit sechs konkreten Kompetenzfeldern und einem Zieljahr versehen: Vom Schuljahr ...

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Kommentare

#1 -

Kai Wörner | Mi., 23.05.2018 - 11:58
Wenn die Unis hier zu wenig machen, ist das Referendariat gefragt. Unser Vorschlag #DiBiS steht hierzu im Raum und darf gerne weiterverbreitet werden. Es bedarf nur ein wenig Einlesezeit, alles ist als OER verfügbar �� https://bayernedu.wordpress.com/dibis/

#2 -

Mannheimer Studi | Mi., 23.05.2018 - 13:06
Klar, die Digitalisierung aller Lebensbereiche schreitet voran, doch im staatlichen Sektor hat man immer wieder das Gefühl es ginge alles nur im Schneckentempo. Die Universität Mannheim hat ein Zentrum für Hochschuldidaktik, das Lehrende darin unterstützt digitale Medien in der Lehre einzusetzen (Online Vorlesung, Aufzeichnung von Sprache zu den Präsentationsvorlesung etc.). Es gibt dort sage und schreibe eine(!) TV-L E13 Stelle und diese wird von den studentisch kontrollierten Qualitätssicherungsmitteln (QSM) bezahlt. Daher ist sie immer auf ein Jahr befristet.

Eine Reihe Professoren kommen nicht mit der Technik einfachsten Technik klar. Bei Berufungsvorträgen für eine Juniorprofessur waren hauptsächlich hervorragende Promovierte aus angesehenen ...

#3 -

Mathias Magdowski | Do., 24.05.2018 - 09:28
So ganz neu ist das Problem ja nicht. Ich kann mich gut erinnern, dass unser 1995 neu gebautes Gymnasium ein Sprachlabor mit einem Kassettenrekorder (!) an jedem Platz hat. Die Schüler kamen damit klar, die Lehrer nicht (weil wohl alle vor dem Walkman-Zeitalter aufgewachsen waren), also wurde es nicht genutzt und gammelte vor sich hin. Wahrscheinlich hätte man das Sprachlabor mit einem Schallplattenspieler oder Grammophon an jedem Platz ausstatten müssen, damit die Lehrer damit klar kommen.

Als Analogie dazu, müsste man die Schulen also wohl erst mal mit "internetfähigen Schreibmaschinen" ausstatten, damit die Lehrer die Technik nutzen, was aber natürlich ...

#4 -

tmg | Do., 24.05.2018 - 22:56
Was für ein grammatikalisches und inhaltliches Durcheinander, der Beitrag des ''Mannheimer Studi''.

Intendiertes Fazit des Beitrags scheint wohl zu sein: es gibt Vollprofessoren (sic!), die Schwierigkeiten haben, einen Beamer und einen Laptop anzuschliessen, und daraus folgt, dass es mit der Ausbildung in digitalen Medien im Universitätsbereich nicht klappen kann.

Der 'Studi' schein Professoren mit technischen Angestellten zu verwechseln.

Immerhin ist das ein schönes Beispiel dafür, auf welchen

Niveau die Debatte zur Digitalisierung im Bereich Lehre derzeit abläuft.







#5 -

Mannheimer Studi | Fr., 25.05.2018 - 18:16
@tmg: Da habend sich beim tatsächlich eine Reihe Fehler eingeschlichen. Manchmal verschlimmbessert man leider.



Wenn Sie mögen versuche ich es erneut. Die Professoren auf W3 Besoldungsstufe nennen wir in Mannheim umgangssprachlich Vollprofessoren, da sie im Gegensatz zu den Juniorprofessoren unbefristete Stellen haben. Die Begrifflichkeit kommt wohl aus den USA wo man vom Assistant, Associate und Full Professor spricht. Diese Vollprofessoren sind es, die das Curriculum erarbeiten und die meisten Vorlesungen halten. Wenn dieses wichtige Lehrpersonal nun den Umgang mit digitalen Medien selbst nicht beherrscht, fällt deren Lehre analog aus. Technische Angestellte lehren in Mannheim übrigens nicht.



Ist die "Ausbildung in ...

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