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Lückenstopfen als Regelfall

Statistische Fallstricke des Bildungsföderalismus

Mindestens 23.000 fehlende Musiklehrer bundesweit: Wie

stark der Lehrermangel ein vermeintliches Nebenfach wie die Musik trifft – und was die heute veröffentlichte Studie über unser Bildungssystem insgesamt aussagt.

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Artikelbild: Lückenstopfen als Regelfall

Foto: congerdesign / pixabay - cco.

MANCHE MÖGEN diese Nachricht als Randnotiz betrachten, gegen die Dominanz der Corona-Schlagzeilen dürfte sie erst recht chancenlos sein. Doch es wäre ein Fehler, die bildungspolitische Bedeutung der Studienergebnisse zu unterschätzen, die heute, finanziert von der Bertelsmann-Stiftung, veröffentlicht werden. Sie zeichnen das Bild eines Bildungssystems, das sich in einer gefährlichen Schieflage befindet, und das gleich in zweifacher Hinsicht.

Zuerst die Zahlen. Allein an Grundschulen fehlen mindestens 23.000 ausgebildete Musiklehrer. Die Lücke ergibt sich aus dem Bestand von etwa 17.300 an den Grundschulen beschäftigten Musiklehrern und -lehrerinnen und den geschätzt 40.400 Fachpädagogen, die rechnerisch nötig wären, um den in den Lehrplänen der Länder vorgesehenen Musikunterricht abzudecken. Die tatsächliche Lücke könnte sogar noch größer sein, da die Erhebung nur Daten aus 14 Bundesländer berücksichtigen konnte. "Den Grundschulen gehen die Musiklehrer aus", schlussfolgern Bertelsmann-Stiftung und die Mit-Auftraggeber der Studie, der Deutsche Musikrat und die Konferenz der Landesmusikräte, in ihrer gemeinsamen Pressemitteilung.

Nur 43 Prozent des Musikunterrichts wird noch von Fachlehrern erteilt

Eine ...

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Kommentare

#1 -

Max Mustermann | Mi., 11.03.2020 - 13:08
Die Forderung nach mehr Studienplätzen ist plakativ und dämlich. Es mangelt nicht an Plätzen an den Hochschulen, sondern an Bewerberinnen und Bewerbern für diese Plätze.



Die zentrale Frage ist dementsprechend: Wieso wollen die jungen Menschen keine Musik-, MINT-, Berufsschul- und Grundschullehrer werden, obwohl täglich in den Medien zu lesen ist, dass sich ihnen hervorragende Berufsaussichten als Lehrer bieten?



In der Bearbeitung der Frage würden vermutlich sehr schnell Aspekte wie Arbeitsbedingungen in den Schulen oder Vergütung (A12/A13) in den Vordergrund drängen.



Leider sind Verbesserungen an diesen Stellen konfliktträchtig, teuer und arbeitsintensiv. X mehr Studienplätze von den Hochschulen zu fordern kostet kaum ...

#2 -

Konrad Lepetit | Mi., 07.10.2020 - 01:58
Man muß noch nicht einmal die " Gewinne" für die Grsellschaft bemühen, den Vorteil, den die musikalische Erziehung der Grsellschaft bringt - rs geht auch um die Werte-Debatte in der Grsellschaft. Darum allein lohnt sich die flächendeckende Musikerziehung in allen Schulen, und dies mit höchster Priorität ! -

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