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100 Millionen Soforthilfe

Bund und Länder wollen in der Coronakrise einen Teil der Digitalpakt-Gelder schneller fließen lassen. Zeitlich befristet sollen auch Bildungsinhalte finanziert werden dürfen.

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Artikelbild: 100 Millionen Soforthilfe

Foto: stokpic / pixabay - cco.

BUND UND LÄNDER haben sich auf ein kurzfristiges Hilfsprogramm für die Digitalisierung der Schulen geeinigt. Dafür sollen 100 Millionen Euro aus dem insgesamt 5,5 Milliarden Euro schweren Digitalpakt Schule in den schnellen Ausbau von Auf- und Ausbau von Online-Plattformen fließen, um den digitalen Unterricht in Zeiten geschlossener Schulen zu erleichtern.

Es können sowohl Infrastruktur als auch – bis Ende 2020 befristet – Bildungsinhalte finanziert werden. Vor allem die Finanzierung von Lizenzen privatwirtschaftlicher Anbieter und Plattformen, aber auch die Entwicklung neuer digitaler Lernmaterialien konnte bislang nicht mit Mitteln aus dem Digitalpakt abgedeckt werden. Letzte Details müssen noch geklärt werden, teilte Bundesbildungsministerin Anja Karliczek (CDU) den Ländern in einem Schreiben mit. Das Angebot mit dem Hilfsprogramm hatte die Ministerin den Ländern bereits vor einer Woche gemacht, wie das Datum des Karliczek-Schreibens belegt. Trotzdem hatte KMK-Präsidentin Stefanie Hubig (SPD) erst am Morgen gefordert, dass Digitalpakt-Mittel umgewidmet werden müssten, was offenbar im BMBF für Missstimmung sorgte.

In einem Pressestatement sagte Karliczek heute Nachmittag nun: "Wir wollen vor allem auch die Lehrerinnen und ...

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Kommentare

#1 -

Kay Gollhardt | Sa., 28.03.2020 - 23:47
Hallo Herr Wiarda,

Ihr Blog ist einfach einmalig in Deutschland. Bitte weiter so.

Kurze Frage: Wo und wann wird man nähere Informationen lesen können, wer wann welche Mittel für welche Lerninhalte/Technik beantragen kann? Wird dort wieder eine Ergänzung zum bestehenden Bund-Ländervertrag geschlossen, oder geht das nun, auf Grund der Krise, über den kurzen Dienstweg?

Wo kann man sich hierzu näher informieren?
Viele Grüße & Dank

Kay Gollhardt

#2 -

Jan-Martin Wiarda | So., 29.03.2020 - 12:49
@Kay Gollhardt: Vielen Dank für das nette Kompliment! Ihre Frage kann ich aktuell nicht beantworten. Ich hoffe, das BMBF kann es, wobei Ministerin Karliczek ja betonte, dass noch einige Details geklärt werden müssten. Ich hoffe, dass dies kurzfristig geschehen wird und BMBF und KMK dann eine Mitteilung machen.

#3 -

Dr. Burkhard Schwier | Mi., 22.04.2020 - 17:45
Wir verfolgen die Veränderungsinititativen im Bereich der Digitalisierung sehr intensiv, können jedoch bis jetzt in der hier aufgeführten Angelegenheit immer noch keine Fortschritte erkennen, die wir gerne nutzen würden.



Wir sind eine Ersatzschule, die, wie andere Ersatzschulen auch aufgrund der Corona-Krise mit Liquiditätsproblemen zu kämpfen hat.

Unsere erste Antragstellung zum Digitalpakt haben wir zwar fertiggestellt, die Liquiditätsprobleme verhindern aber die vorgeschriebene Vorfinanzierung. Da die verfügbarkeit digitaler Medien und somit der schnelle Ausbau der diesbezüglichen Infrastruktur gerade jetzt sehr dringlich ist, kommt dieser finanzielle Engpass natürlich zu Unzeiten.

Angemessen wäre es daher seitens der Bezirksregierungen diesbezügliche Maßnahmen zu ergreifen und die ...

#4 -

J. Petersen | Mi., 27.05.2020 - 01:00
Gibt es in dieser Sache hier Fortschritt? Die Entscheidung eines Soforthilfeprogramm für die Finanzierung von Bildungsinhalten klang beherzt, sie ist nun aber schon wieder zwei Monate her und es scheint bis heute nichts geschehen zu sein, außer dass das BMBF das SODIX-Portal (FWU) und die HPI-Cloud mit ein paar Millionen beglückt hat. Das SODIX-Portal (OER) ist allemal ein mittelfristiges Ziel und hat mit einer Soforthilfe für Lehrer, Schüler und Eltern nichts zu tun. Die landeseigenen Bildungsportale (Distributionsportale für digitale Bildungsmedien) bleiben weiterhin mäßig bestückt obwohl es eine Fülle von Qualitätsmedien gibt, die man sofort allen Lehrern + Schülern freischalten könnte. ...

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