Ich werde kämpfen
Bundesbildungsministerin Wanka über die Personalsorgen der Fachhochschulen, lange erwarteten Pläne für ein FH-Nachwuchsprogramm und die Zukunft der Hochschulfinanzierung. Ein Interview.

Das Milliarden-Nachwuchsprogramm für die Universitäten läuft längst, während das Pendant, das den Fachhochschulen versprochen wurde, bislang nicht mal auf dem Papier steht. Gehen die Fachhochschulen wieder leer aus?
Es stimmt nicht, dass die Fachhochschulen nichts erhalten haben. Die Bundesregierung hat, teilweise zusammen mit den Ländern, eine Reihe bemerkenswerter Initiativen auf den Weg gebracht, von FH-Impuls über die Lernlabore Cybersicherheit bis zum Wettbewerb „Innovative Hochschule“, von dem die Fachhochschulen besonders profitieren. Was richtig ist: Das Tenure-Track-Programm für Universitäten haben wir schneller starten können, weil die Empfehlungen des Wissenschaftsrats (WR) zu Karrierezielen und ‑wegen an Universitäten bereits vorlagen, während wir bei den Fachhochschulen die Empfehlungen des Wissenschaftsrats zur Personalgewinnung und -entwicklung abwarten wollten.
Bei den Fachhochschulen kommt an, dass sie mal wieder zweite Geige spielen.
Das sehe ich anders. Die Fachhochschulen haben eine zentrale Position für Deutschlands Innovationskraft, was Sie schon daran ablesen können, dass sie mehr als die Hälfte der Ingenieure ausbilden. Genau das ist aber auch der Grund, warum wir uns genau überlegen müssen, wie wir ein neues Programm aufsetzen. Es muss zu den Fachhochschulen passen. Und auch wenn das Ziel das gleiche ist – neue Karrierewege zur Professur erproben und etablieren, die Personalstrategien stärken – es wird ganz anders aussehen als ...
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