Corona-Krise: Drei erste Lehren für Bildung und Wissenschaft
Selbst Experten wissen auf viele Fragen, wie es weitergeht, keine Antwort. Ein paar Schlussfolgerungen kann man aber schon jetzt ziehen. Eine subjektive Auswahl.

Grafik: iXimus / pixabay - cco.
DIE SUPERLATIVE in der Kommentierung der Corona-Pandemie haben schon fast das maximal Mögliche erreicht. Auch in Bildung und Wissenschaft. Hamburgs Universitätspräsident Dieter Lenzen zum Beispiel sagte am Freitag, die Universität Hamburg erlebe "eine der vermutlich schwierigsten Perioden ihrer Geschichte". Niemand wisse, wie die Hochschule "nach dieser Prüfung aussehen wird". FAZ -Herausgeber Jürgen Kaube schrieb, wir würden Zeugen eines Ereignisses, das sich ähnlich epochal anfühle wie der 11. September 2001. Es heiße, die Schulen blieben bis zum Ende der Osterferien oder bis zum Ende ihrer Verlängerung geschlossen, fügt Kaube hinzu. Doch in Formulierungen wie "einstweilen" oder "bis auf Weiteres" verberge sich die Befürchtung, dass es mit den verschiedenen Einschränkungen des öffentlichen Lebens lange dauern könnte. "Mehr aber noch, dass wir nicht sicher sein können, die gesellschaftliche Normalität, wie sie sich uns darstellte, zurückzubekommen."
Zwei Äußerungen, die für viele stehen. Nein, vieles wissen wir nicht zurzeit. Doch halten wir uns an das, was wir wissen: Einige erste Lehren aus der Corona-Krise werden schon jetzt sichtbar, auch für Bildung und Wissenschaft. Drei Bestandsaufnahmen, die wenig schmeichelhaft sind für die Politik der vergangenen Jahre.
1. Digitales Lernen: Hoffnung und Wirklichkeit
Heute erst sagte Stefanie Hubig, die Präsidentin der Kultusministerkonferenz (KMK) im Interview, bei der Digitalisierung in den Schulen stehe Deutschland "nicht gerade im internationalen Vergleich". Sie ...
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