Direkt zum Inhalt

Wir alle haben in den letzten Tagen erlebt, wie dynamisch die Lage ist

KMK-Präsidentin Stefanie Hubig über Schule in Zeiten von Corona, grundlegende Reformen in der Kultusministerkonferenz und die Frage, wie Deutschland endlich mehr Bildungsgerechtigkeit schafft.

Bild
Artikelbild: Wir alle haben in den letzten Tagen erlebt, wie dynamisch die Lage ist

Stefanie Hubig , 51, ist seit 2016 Ministerin für Bildung des Landes Rheinland-Pfalz. Vorher war die promovierte Juristin Staatssekretärin im Bundesjustizministerium. Im Jahr 2020 ist Hubig Präsidentin der Kultusministerkonferenz. Foto: Ministerium/Georg Banek.

Frau Hubig, noch am Donnerstag wollten die Kultusminister generelle Schulschließungen vermeiden. Am Freitag machte dann ein Bundesland nach dem anderen wegen der Corona-Pandemie seine Kitas und Schulen dicht, Rheinland-Pfalz ebenfalls. Haben die Ministerpräsidenten sich durchgesetzt?

Nein. Die Expertise der Fachleue hat sich durchgesetzt. Diese Entscheidung ist sicher niemandem leichtgefallen und sie hat Auswirkungen auf das gesamte gesellschaftliche Leben. Aber die wichtigste Frage ist doch: Wie können wir eine Ausbreitung des Coronavirus eindämmen oder die Ausbreitung wenigsten verlangsamen? Und da richten wir uns nach den Empfehlungen der Expertinnen und Experten beim Robert-Koch-Institut, aus der Charité und aus anderen Institutionen.

Glauben Sie, dass die ergriffenen Maßnahmen wirklich helfen werden?

Niemandem sind die Schulschließungen leicht gefallen. Wenn sie nicht notwendig wären, hätten wir sie nicht gemacht. Aber wir handeln verantwortungsbewusst. Wir richten uns wie gesagt nach den Expertinnen und Experten, und die sagen: Schulschließungen können helfen, die Verbreitung des Virus zumindest zu verlangsamen. Und wenn das so ist, dann muss man das auch machen. Ob uns das gelingt, wird man abschließend aber erst später beurteilen können. Wir alle haben in den letzten Tagen erlebt, wie dynamisch diese Lage ist.

"Man wird die Lage ständig

neu bewerten müssen"

Wie geht es nach Ende der regulären Osterferien weiter? Wie lange können die Kitas und Schulen geschlossen bleiben?

Es passiert hier gerade sehr viel in sehr kurzer Zeit. Deshalb wird man die Lage ständig neu bewerten müssen, und das tun wir. Vor allem kümmern wir uns jetzt aber zunächst um die akuten Fragen, und die lauten etwa: Wie stelle ich sicher, dass Lehren und Lernen trotz der regulär geschlossenen Schulen weitergehen kann? Wie gestalte ich die Notfallbetreuung in den Kitas und Schulen pädagogisch sinnvoll und wertig. Parallel ...

Sie sehen die gekürzte Fassung dieses Artikels

Der volle Zugang zu Artikeln, die älter sind als vier Wochen, ist nur für registrierte Unterstützer des Wiarda-Blogs vorgesehen.

Sind Sie bereits ein registrierter Benutzer / Unterstützer?
Hier können Sie sich einloggen.

Nein, ich habe noch kein Benutzer / Unterstützer-Konto:
zur Anmeldung

Neuen Kommentar hinzufügen

Ihr E-Mail Adresse (wird nicht veröffentlicht, aber für Rückfragen erforderlich)
Ich bin kein Roboter
Geben Sie die Zeichen ein, die im Bild gezeigt werden.
Diese Sicherheitsfrage überprüft, ob Sie ein menschlicher Besucher sind und verhindert automatisches Spamming.

Nachfolgende Beiträge in dieser Kategorie


  • allgemeines Artikelbild - Der Wiarda Blog

Was sich seit letzter Woche geändert hat

Das Coronavirus hat dieselbe Wachstumslogik wie vor sieben Tagen. Doch wir als Gesellschaft sind anders geworden. Woran das liegt – und warum wir jetzt aufpassen müssen. Ein Essay in Zeiten des Shutdowns.


  • Krisenopfer Bildungsföderalismus

Krisenopfer Bildungsföderalismus

Endlich war die KMK dabei, den Neuanfang zu wagen – doch Corona stellt das beschworene Miteinander in der bundesweiten Schulpolitik auf schmerzhafte Weise in Frage. ZU DEN LEIDTRAGENDEN DES CORONAVIRUS zählt, soweit ist schon absehbar, auch der Föderalismus.


  • Aufnahmeprüfung statt Abiturnote

Aufnahmeprüfung statt Abiturnote

Fallen die Abiturklausuren Corona zum Opfer? Eine Chance, Neues beim Hochschulzugang zu wagen. VIELLEICHT ERFÜLLEN DIE HOFFNUNGEN sich ja. Die Hoffnungen, dass der Kampf gegen das Virus sich in ein paar Wochen entspannt hat. Zumindest soweit, dass dann die Abiturienten risikofreier ihre Prüfungen schreiben können. Und sei es zu Nachholterminen irgendwann Ende Mai.