Studierendenverbände warnen vor Notsituation durch Corona-Schließungen
Wegfallende Studentenjobs, Probleme bei der BAföG-Förderdauer, fehlende Privatlaptops: Die Krise könnte die finanzschwachen Studierenden besonders treffen, warnen mehrere Organisationen.

Foto: pxhere.com - cco.
DIE WIRTSCHAFTLICHEN FOLGEN der Corona-Schließungen werden gravierend sein, für viele Selbstständige und Arbeitnehmer sind sie bereits spürbar – und auch für hunderttausende Studierende. Darauf wies heute ein Bündnis von Studierendenvertretungen hin.
"Die Studierenden, kein BAföG erhalten und nun beispielsweise ihre Gastrojobs los sind, müssen endlich Unterstützung erfahren", sagt Fabian Korner aus dem Bundesvorstand des linken Studierendenverbandes SDS. Und Amanda Steinmaus, Vorstandsmitglied der bundesweiten Studierendenvertretung fzs, fordert eine pauschale Verlängerung der BAföG-Förderung für alle Empfänger um ein Semester.
Die Studierenden sorgen sich zudem darum, dass auch die überstürzte Umstellung auf einen digitalen Lehrbetrieb soziale Ungleichheiten verstärken könnte – weil die Hochschulen mancherorts technisch und pädagogisch besser auf die Situation vorbereitet sind als anderswo. Hinzu komme, sagt Johanna Dangloff von den Juso-Hochschulgruppen, dass nicht alle Studierenden zu Hause einen Laptop besäßen. Diese Betroffenen seien durch die Schließung von Bibliotheken und Internet-Arbeitsplätzen "de facto offline".
Das Studierendenbündnis, das sich heute zu Wort meldete, umfasst den "Bundesausschuss der Studentinnen und Studenten in der GEW", den fzs, die Linke.SDS und Campusgrün.
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