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Damit Hanna bleiben kann

Nach der Aktuellen Stunde im Bundestag: Mehr Dauerstellen in der Wissenschaft sind schon heute möglich. Doch darf die Debatte jetzt nicht ausfransen.

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Artikelbild: Damit Hanna bleiben kann

Screenshot des umstrittenen Erklärvideos von YouTube .

HANNA HAT ALLE ÜBERRASCHT. Innerhalb von nur zwei Wochen hat es die Aufregung über ein drei Jahre altes Erklärfilmchen in den Bundestag geschafft . Der Frust, der viele tausend Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler durch Jahre der Befristungen und der Kettenverträge begleitet, hat unter dem Hashtag "#IchbinHanna" ein Ventil gefunden. Unzählige Erfahrungsberichte erzählen die immer gleiche Geschichte. Sie handelt von geplatzten Träumen, verschenktem Potenzial, von Zukunftsangst und ja, auch das, von ziemlich viel Wut.

Überrascht sind die Initiatoren von "#IchbinHanna". Drei Postdocs, die (wie schon mit anderen Hashtags zuvor ) eine Resonanz provozieren wollten und doch – bei aller seit langem bekannten Brisanz der Thematik – wohl selbst nicht erwartet haben, dass der Aufschrei diesmal so laut ausfällt. Überrascht wurde das Ministerium von Bundesbildungsministerium Anja Karliczek (CDU), das anfangs dachte, der Debatte mit einer einfachen schriftlichen Erklärung auf der Website die Schärfe nehmen zu können, dann als nächstes den Staatssekretär vorschickte und zuletzt erst die Ministerin. Doch verursachte jede BMBF-Reaktion nur eine noch stärkere Gegenreaktion.

Überrascht ist die Opposition, wie angenehm von selbst und ohne eigenes Zutun ihr gerade ein zusätzlicher Wahlkampfhebel beschert wurde – den die Linke durch die Beantragung ...

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Kommentare

#1 -

Th. Klein | Mo., 28.06.2021 - 10:21
Warum die Evaluation verschoben werden musste, kann man in der Tat nicht nachvollziehen. Ich war an der Evaluation beteiligt. Es wurden Personaldaten ausgewertet, die ja ohnehin vornehmlich die Vergangenheit abbilden, und Experten-Interviews geführt. Beides scheint mir nicht eingeschränkt zu sein. Und selbst wenn es Komponenten gäbe, die unter Corona-Bedingungen schwierig wären, dann hätte man die Evaluation ja auch anpassen können.



Auch wenn ich nicht unterstellen würde, dass man die Evaluation unter diesem Vorwand gezielt (in die Zeit nach der Wahl) verschoben hat, so hat man diesem Bild doch Vorschub geleistet.

#2 -

René Krempkow | Mo., 28.06.2021 - 17:38
@Th. Klein: Nunja, bereits bei der Beauftragung der Evaluation des Wissenschaftszeitvertragsgesetzes Anfang 2020 stand offenbar fest, dass Ergebnisse erst „voraussichtlich im Frühjahr 2022 präsentiert“ werden, wie es zumindest im April 2020 auf der entpr. Webseite des Bundesministerium für Bildung und Forschung hieß (BMBF 2020, S. 3) [1]. Daher kann man angesichts des zu diesem Zeitpunktes längst feststehenden Bundestags-Wahltermines (anders als der Pandemie-Verlauf ;-)) wohl nicht ganz unbegründet vermuten, dass die Veröffentlichung der (Ergebnisse der) Evaluation nicht zufällig in der Zeit nach der Wahl liegen.



Davon abgesehen stimme ich Hern Wiarda zu, dass auch die Bundesländer hier ihrer Verantwortung nachkommen müssen. ...

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