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Eine neue Führung, eine neue Struktur, ein neues Selbstverständnis

Das Robert-Koch-Institut ist in der Coronakrise an sich selbst gescheitert. Eine neue Bundesregierung wird es schnell neu aufstellen müssen.

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Artikelbild: Eine neue Führung, eine neue Struktur, ein neues Selbstverständnis

RKI-Gebäude in Berlin-Wedding. Foto: Fridolin freudenfett, CC BY-SA 4.0 , via Wikimedia Commons

NEULICH HABE ICH in einem Kommentar gefordert, dass das Robert-Koch-Institut (RKI) reformiert werden muss. Dass es eine neue, unabhängigere Führung braucht. Eine Führung, die liefert, was gebraucht wird – und nicht das, was die Politik anfordert. Nur eine wissenschaftsnähere Struktur und schnellere Entscheidungswege, davon bin ich überzeugt, werden das RKI in die Lage versetzen, in dieser und in kommenden Gesundheitskrisen eine konstruktive Rolle zu spielen.

Einige haben meine Kritik als überzogen empfunden. Institutspräsident Lothar Wieler mühe sich doch redlich, er müsse halt dem gesetzlichen Auftrag des RKI folgen, und das heiße, den Vorgaben der Politik zu entsprechen, selbst wenn die Wissenschaftler am RKI sich Anderes wünschten. Auch sei das Institut nicht dafür verantwortlich zu machen, wenn das Digitale Impfquoten-Monitoring (DIM) nicht funktioniere. Schließlich liege es, wie Wieler selbst betonte, "ausschließlich in der Hand der impfenden Stellen" – Impfzentren, Impfteams, Krankenhäuser, Arztpraxen, Betriebsärzte.

Das RKI hat in seiner ureigensten Aufgabe versagt

Das Kernproblem berühren solche Einwände allerdings nicht. Das ...

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Kommentare

#2 -

twisdu | Di., 26.10.2021 - 14:38
So sehr ich die Einschätzung, dass das RKI reformiert gehört, dass wir eine NaKo brauchen, und dass vor allem die steigenden Inzidenzen bei den Hochbetagten, und dort mit höchster Dringlichkeit bei denen, die im Höchstrisikosetting Pflegeheim leben, unbedingt in den Blick genommen werden müssen, auch teile: Bitte nicht unreflektiert die Forderung nach Tests für alle, auch für Geimpfte, in Pflegeheimen reproduzieren. Ein solches allgemeines Testobligatorium hat, wir wissen das aus der 2. Welle, deutliche Nebenwirkungen. Besuche wären dann wieder nur mit Voranmeldung und Termin möglich, limitiert im Rahmen der jeweiligen Testkapazität, und wenn die Testpersonen Mitarbeiter des Heims sind (was ...

#3 -

Jana | Mi., 27.10.2021 - 13:07
Die Daten des RKI sind vermutlich gar nicht so schlecht, sonst würde man als Journalist oder Bürger die tatsächlichen Risiken oder Fehlalarme, wie in diesem Artikel beschrieben, nicht erkennen. Das Problem sind tatsächlich die Presserklärungen des RKI, die absolut im Widerspruch zu den eigenen veröffentlichten Daten stehen und von den Medien so eins zu eins weitergetragen an die Bürger. Die meisten Bürger und leider auch Politiker sind offensichtlich zu faul oder nicht in der Lage, die Daten zu finden und für sich selbst möglichst objektiv zu interpretieren. Und darauf setzen die Regierenden. Es ist schon peinlich, wenn eine Bundestagsabgeordnete immer ...

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