Gründlich gebündelt
Das einzige große HAW-Forschungsförderprogramm ist im BMBF-Haushalt für nächstes Jahr nicht mehr auffindbar. Was das mit der neuen Transferagentur DATI zu tun hat.
FÜR DIE HAWs ist es eine unangenehme Überraschung. Der dieses Jahr noch mit 75 Millionen Euro dotierte Haushaltstitel "Forschung an Fachhochschulen, Hochschulen für angewandte Wissenschaften" entfällt im BMBF-Budget 2023. Scheinbar ersatzlos. Obwohl dessen Hauptbestandteil, das FH-Forschungsförderprogramm, laut Bund-Länder-Vereinbarung noch bis Ende 2023 läuft.
Wie kann das sein? Die Erklärung findet sich an anderer Stelle im Haushaltsentwurf. Der Titel "DATI, Weiterentwicklung der Innovationsförderung und -kooperation" soll nächstes Jahr um 190 auf dann gut 337 Millionen Euro aufgestockt werden. DATI steht für die geplante neue "Deutsche Agentur für Transfer und Innovation", ein Leitprojekt der Ampel-Innovationspolitik. Und schon im März hatte das BMBF durchblicken lassen , dass man die HAW-Forschungsfördermillionen künftig unter die DATI-Hauptüberschrift packen wolle.
So sehe es der Ampel-Koalitionsvertrag auch vor, bestätigt eine Ministeriumssprecherin: "perspektivisch unter dem Dach der DATI relevante Förderprogramme zu bündeln, die innovationsorientierte Kooperationen in der anwendungsorientierten Forschung fördern, den Transfer von Forschungsergebnissen aus der Wissenschaft in die Wirtschaft und Zivilgesellschaft stärken und regionale Akteure beim nachhaltigen Aufbau von Innovationsökosystemen in der Region unterstützen."
Was die HAW-Rektoren fürchten
Nur dass dieses Bündeln jetzt ...
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