Der Traum vom Neustart für den Bildungsföderalismus
Wie würde die KMK aussehen, wenn man sie komplett neu planen könnte? Klingt so betörend wie unrealistisch. Umso erstaunlicher, dass die Kultusminister genau diese Frage jetzt durch externe Berater beantworten lassen wollen.
WIE OFT HAT die Kultusministerkonferenz (KMK) versprochen, sich zu reformieren. Kein Wunder, denn der Bildungsföderalismus steckte schon lange vor Corona in der Dauerkrise. Bei Umfragen sprechen sich regelmäßig 60 Prozent und mehr gegen die Kultushoheit der Länder aus, ein bundesweites Zentralabitur wollen über 80 Prozent. Kaum jemand im Land weiß genau, was die KMK eigentlich macht. Und bis Journalisten auf die Idee kommen, der KMK-Präsidentin ein Mikro hinzuhalten, hat die Bundesbildungsministerin zu Schulfragen schon drei Interviews gegeben. Obwohl sie gar nicht zuständig ist.
Das immerhin ändert sich gerade, weil Karin Prien, die dieses Jahr den KMK-Vorsitz führt, den offensichtlichen Ehrgeiz hat, die Kultusministerkonferenz in der Öffentlichkeit als das darzustellen, was sie sein sollte: als Schaltstelle der nationalen Bildungspolitik.
Nur können alle Hintergrundgespräche, Briefings und proaktiven Pressestatements – auch rund um die heutige KMK-Herbstsitzung –eben nicht darüber hinwegtäuschen, dass die KMK bislang wenig von den Erneuerungsschwüren eingelöst hat, die ihre Mitglieder seit ihrem 70. Geburtstag Anfang 2018 abgegeben haben.
Statt dem erhofften ...
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