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Da bin ich Überzeugungstäter

Markus Blume will die GWK zu einer "echten Wissenschaftsallianz" machen. Was das für den bayerischen Wissenschaftsminister bedeutet: einen Inflationsausgleich für die Forschung, einen neuen Anlauf für die Digitalisierung der Hochschulen – und mehr Mut.

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Markus Blume , 47, ist studierter Politikwissenschaftler und war von 2018 bis 2022 CSU-Generalsekretär. Seit Ende Februar 2022 ist er bayerischer Staatsminister für Wissenschaft und Kunst. Dieses Jahr übernimmt er den Vorsitz in der Gemeinsamen Wissenschaftskonferenz von Bund und Ländern (GWK).Foto: Steffen Boettcher.

Herr Blume, am 1. Januar ist das bayerische Hochschulinnovationsgesetz in Kraft getreten, das Sie als Beginn eines "neuen Zeitalters" für die Hochschulen im Freistaat loben und als "rechtlichen Innovationsrahmen zur Hightech Agenda Bayern". Die Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW) meldete sich dagegen mit einem Vorwurf zu Wort: Die Staatsregierung habe mit dem Gesetz versehentlich die studentischen und wissenschaftlichen Hilfskräfte abgeschafft.

Das las sich wie ein Aprilscherz der GEW zu Jahresbeginn. Offenbar haben da einige schlicht und einfach das Gesetz nicht verstehen wollen – das im Übrigen zu den am intensivsten beratenen Gesetzesvorhaben der vergangenen Jahre in Bayern gehört. Unser Ziel war, dass sich die Einkommenssituation derjenigen verbessert, die bisher wissenschaftliche Hilfskräfte waren. Sie sind ab jetzt wissenschaftliche Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter und damit gilt für sie der Tarifvertrag der Länder. Und natürlich gibt es auch künftig eine Rechtsgrundlage für studentische Hilfskräfte, das Wissenschaftszeitvertragsgesetz.

In Ihrer diesjährigen Weihnachtspost schrieben Sie, am Ende eines Jahres voller Umbrüche und Krisen "sind wir besonders dankbar, in Bayern zu leben". Glauben Sie, dass die Hochschulen das auch so sehen?

Unsere Hochschulen wissen, dass sie sich auf den Freistaat in besonderer Weise verlassen können, vor allem auch in Krisenzeiten. Die Staatsregierung hat gerade den Haushaltsentwurf für das Jahr 2023 in den Landtag eingebracht, mit einem deutlichen Aufwuchs des Etats für Wissenschaft und Kunst von 8,4 auf 8,7 Milliarden Euro. Das ist ein neuer Rekord. Wir schaffen noch einmal 250 zusätzliche Stellen an unseren Hochschulen – während in anderen Ländern und im Bund gespart wird.

In vielen Hochschulleitungen ...

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Kommentare

#1 -

na ja | Do., 26.01.2023 - 12:00
Herr Blume tut nun so, als ob die Abschaffung der Kategorie "wiss. Hilfskraft" geplant gewesen sei. Da lachen die Universitaeten. (Die stud. Hilfskraefte scheint es noch zu geben als Kategorie. Das wird hier im Artikel falsch dargestellt.)

Das Problem bei der Einstellung von wiss. HKs im TV-L Betrieb ist auch, dass damit die Uhr nach dem Hochschulrahmengesetz zu ticken beginnt. Personen, die eine wiss. Karriere anstreben, sollten sich also kuenftig besser nicht als wiss. HK einstellen lassen, weil ihnen diese Beschaeftigungszeit dann spaeter berechnet wird bez des Gesamtrahmens von nicht mehr als 12 Jahre auf befristeten Stellen. Absolut kontraproduktiv, dieser ...

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