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Ein bisschen Staub aufwirbeln

Die Debatte um "#IchbinHanna" ist in den Hintergrund gerückt, die WissZeitVG-Novelle lässt auf sich warten. Könnte ein Gutachten des Wissenschaftlichen Dienstes des Bundestages neuen Stoff geben?

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Artikelbild: Ein bisschen Staub aufwirbeln

Screenshot des WissZeitVG- Erklärvideos von YouTube .

ES WAREN SCHON bessere Zeiten für die "#IchbinHanna"-Initiative. Hohe Befristungsquoten und unsichere Karriereaussichten sind schon länger nicht mehr das große wissenschaftspolitische Debattenthema. Das hat mit den internationalen Krisen zu tun, vor allem aber auch viel mit dem Spardruck, unter dem die Haushalte von Bund und Ländern stehen. Die Kosten der Corona-Krise und der Energie-Notpakete schlagen zu Buche, die schlechte Konjunktur tat auf der Einnahmeseite ihr Übriges, und jetzt wirft das Urteil des Bundesverfassungsgerichts zum Nachtragshaushalt 2021 die Budgetplanungen von Bund und – oft übersehen, aber teilweise noch heftiger – Ländern über den Haufen. Da kann man es schnell als Luxus-Diskussion abtun, wenn junge (und nicht mehr so junge) Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler für bessere Arbeitsbedingungen kämpfen.

Das wäre indes ein grundlegender Irrtum. Denn auch wenn die Rhetorik vieler Wissenschaftslenker immer noch impliziert, es handle sich bei "#IchbinHanna" um eine sozialpolitische Diskussion oder, negativer formuliert, vorrangig um den eigennützigen Lobbyismus der Betroffenen (der, nur nebenbei gesagt, zu den meisten demokratischen Aushandlungsprozessen gehört), so ist ...

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Kommentare

#1 -

Nicht mehr mit mir | Mi., 22.11.2023 - 14:04
Sehr geehrter Herr Wiarda,

die Arbeitsbedingungen für befristete Wissenschaftler in Deutschland sind einfach nur bescheiden. Man wird unter dem kaputten WissZeitVG ausgenutzt bis zum geht nicht mehr. Der Qualifikationsbegriff ist mit Absicht komplett schwammig gehalten. Politiker der FDP weigern sich, diesen zu konkretisieren. Die Karriere ist maximal unsicher, weil man in vielen Drittmittelprojekten als Zuarbeiter für den PI arbeitet, ohne Recht auf eigene Forschung. Also schlecht für die Karriere nach heutigen Anreizen, Bewertungen für eine Professur. Alte weisse Männer lehnen sich bequem zurück, zumindest im STEM-Bereich sind die PIs in der Mehrheit Angehöriger dieser Gruppe. Komisch, genauso wie diese Politiker.

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