Forschungspolitik im Ausgabenrausch
Die Koalitions-Unterhändler wollen eine »"Hightech-Agenda für Deutschland", doch die dürfte teuer werden. Das zeigt schon der Blick auf fünf der besonders augenfälligen Pläne, von Rechenzentren für KI und Quanten bis zum ersten Fusionsreaktor der Welt. Wie realistisch und sinnvoll sind die Vorhaben?

Hyperloop als Transrapid-Weiterentwicklung? Foto: Transrapid-Modell am Münchner Flughafen (2007), Ilinke , CC BY-NC-SA 2.0 .
DIE SCHWARZ-ROTEN WISSENSCHAFTSUNTERHÄNDLER sprengten den Rahmen. Während ihre Bildungskollegen in der Arbeitsgruppe 8, "Bildung, Wissenschaft, Innovation" mit 2,5 Seiten hinkamen, brauchten sie fast doppelt so viel Platz, um all ihre Wünsche ins AG-Papier zu schreiben. Das wurde zwischenzeitlich geleakt, doch fehlte bei dem abfotografierten Dokument ausgerechnet das letzte Kapitel, auf denen die Arbeitsgruppen die Kosten ihrer Vorhaben beziffern sollen.
Was es von den Verhandlungs-Zwischenergebnissen in den Koalitionsvertrag schafft, darüber entscheiden gerade die Chefverhandler rund um die Parteispitzen. Fest steht: Die Mitglieder der AG 8 haben die Ankündigung "massiver" Investitionen im schwarz-roten Sondierungspapier von Anfang März wörtlich genommen und schreiben, angelehnt an die dortigen Formulierung, nun ihre eigene Präambel: "Wir wollen Deutschland fit machen und Bildung, Forschung und Innovation einen größeren Stellenwert in unserem Land geben. Dazu werden wir massiv investieren."
Aber wie massiv? So vielzählig die Wünsche , so holzschnittartig und uneindeutig sind sie teilweise beschrieben. Das macht seriöse Kostenschätzungen schwierig. Um welche Größenordnungen es geht, zeigt jedoch schon der exemplarische Überblick über nur fünf der besonders augenfälligen Pläne. Sie alle stammen aus dem Unterkapitel, in denen die Unterhändler eine "Hightech-Agenda für Deutschland" vorschlagen.
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