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Was will MILLA?

Die CDU will auf ihrem Parteitag auch über eine Revolution der Weiterbildung diskutieren. Das Konzept, das Bundestagsabgeordnete vorgelegt haben, ist weitreichend – und wirft Fragen auf. Ein Interview mit dem Weiterbildungsforscher Bernd Käpplinger.

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Artikelbild: Was will MILLA?

Foto: Screenshot von der MILLA- Konzeptwebsite .

Herr Käpplinger, wenn das Gespräch auf den CDU-Parteitag kommt, denken alle sofort an die Kür des oder der neuen Parteivorsitzenden. Dabei stellt sich dort noch jemand anders vor: MILLA. 

Das ist ein Akronym und steht für "Modulares Interaktives Lebensbegleitendes Lernen für Alle". Kurz gesagt ist es die Idee einer staatlich finanzierten Online-Weiterbildungsplattform. Manche sprechen auch von einem Netflix für die Weiterbildung.

MILLA soll auf dem Parteitag beschlossen werden. Wundert es Sie, dass so eine Initiative aus der Partei herauskommt und nicht aus dem Haus der CDU-Bildungsministerin Anja Karliczek?

Normalerweise lässt sich ein Ministerium das nicht nehmen. Oder Wissenschaftler schlagen so ein Konzept vor. Dass CDU-Bundestagsabgeordnete MILLA ausgearbeitet haben, ist insofern schon ungewöhnlich. Zumal das, was dort präsentiert wird, einen Zentralismus bedeuten würde, den man bislang so von der Union in Weiterbildungsfragen nicht kannte.

Wie meinen Sie das? 

Die Abgeordneten um den ehemaligen Internetunternehmer Thomas Heilmann wollen eine Website, die Zugang zu Weiterbildungsangeboten bietet, das Weiterbildungsengagement ihrer Nutzer belohnt und dabei auch kontrolliert. Organisiert vom Staat. Bislang hat der Bund den Weiterbildungsmarkt weitgehend dem Markt überlassen, parallel haben die Bundesländer sich unterschiedlich entschieden engagiert.


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Artikelbild: Was will MILLA?

Bernd Käpplinger ist Professor für Weiterbildung an der Universität Gießen und Vorsitzender der Sektion Erwachsenenbildung innerhalb der Deutschen Gesellschaft für Erziehungswissenschaft. Foto: Anja Schaal.

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