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Ein Dateninstitut ist kein parteipolitischer Experimentierkasten

Deutschland soll ein nationales Dateninstitut erhalten. Jetzt liegen erste Experten-Empfehlungen zur Umsetzung vor. Leider lesen sich die darin enthaltenen Ziele weniger wissenschaftlich als politisch. Ein Gastbeitrag von Said D. Werner.

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Artikelbild: Ein Dateninstitut ist kein parteipolitischer Experimentierkasten

Said D. Werner ist Global Merit Scholar an der University of St Andrews und Junior Fellow am Leadership Excellence Institute Zeppelin. Foto: privat.

EINGANGS HILFT EIN BLICK auf das große Ganze. Bei weltweit 64 Milliarden Terabyte generierter Daten allein in 2020 kann der nicht groß genug ausfallen. Zum Vergleich: Das ist 128 Millionen mal so viel, wie man benötigen würde, um alle jemals verfassten Bücher zu speichern. Das nationale Dateninstitut , das SPD, Grüne und FDP in ihrem Koalitionsvertrag versprochen haben, soll und wird seinen Fokus natürlich nur auf einen winzigen Ausschnitt dieser Datenmenge legen. So wie es das britische Open Data Institute bereits heute tut. Es geht also um Open Data, den möglichst unbeschränkten Zugang zu Statistiken, Datenbanken, Karten, Bilder oder Videos, die möglichst zu jedem Zweck und möglichst überall frei nutzbar, teilbar und weiterzuverarbeiten sein sollen.

Ein nationales Dateninstitut soll diese Daten maschinenlesbar verwalten und der Gesellschaft und ihren Akteuren mit offenen Lizenzen zur Verfügung stellen. Ende 2022 hat eine von Bundesinnen- und Wirtschaftsministerium eingesetzte Expertenkommission ...

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Kommentare

#1 -

Caro H. | Do., 16.02.2023 - 16:01
Mit "Umzug BioNTechs nach London" wird der Anschein erweckt, das Unternehmen zieht sich aus Deutschland zurück. Dies ist aber nicht der Fall. In England soll ein Forschungszentrum zur Krebsforschung mit ca. 70 Stellen entstehen. Der Standort in Mainz soll aber auch erheblich ausgebaut werden - war zumindest zu lesen! Eine wichtige Ergänzung, wie ich finde.

#2 -

HG Döbereiner | Do., 16.02.2023 - 16:14
Das Dateninstitut benötigt einen parteipolitisch neutralen Blick auf Daten. In der Tat vermengt die Gründungsommission aber Politik mit Wissenschaft wie der Author sehr zutreffend bemerkt. Erstaunt stellt man auch fest, dass das Dateninstitut offenbar Aufgaben des Deutschen Instituts für Normung (DIN) übernehmen soll. Es fehlt hingegen an Sorge um die infrastrukturelle Basis für einen interoperablen Datenraum und an Anschluss an internationale Datennökonomie.

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