Schule für die Zukunft, gebaut auf wackligem Grund
Anke Langner erklärt, wie Schule anders und gerechter funktionieren kann – und warum ihre Universitätsschule Dresden trotzdem um ein Gebäude kämpfen muss.

Foto Langner: TU Dresden.
"LERNEN IST KEIN vorhersehbarer Prozess", sagt Anke Langner, Professorin für Erziehungswissenschaft an der TU Dresden – und Initiatorin einer der wohl spannendsten Schulgründungen der vergangenen Jahre: der Universitätsschule Dresden. Ein Reallabor für die Schule der Zukunft, das mehr will als schöne Projekte: Es will systematisch anders sein – und bleibt dabei öffentlich, staatlich, regulär.
Im neuen Gipfel der Bildung erzählt Langner, warum an ihrer Schule keine klassischen Fächer mehr unterrichtet werden, warum die Schülerinnen und Schüler ihren Stundenplan selbst gestalten – und warum es dennoch nichts mit "Kuschelpädagogik" zu tun hat. "Wir versuchen, den Lernprozess jedes einzelnen Schülers eng zu begleiten."
Mit klarer Haltung erklärt sie, warum sie trotz aller Skepsis an der Idee festhält, dass Schule individuelle Wege ermöglichen und zugleich gemeinsames Lernen stärken kann. "Die Wirtschaft kann auch für jeden ein individuelles Auto bauen." Und sie zeigt, wie stark der Anspruch ist, Bildungsungleichheit nicht nur zu beklagen, sondern konkret zurückzudrängen.
Doch das Projekt ist gefährdet: Die Schule ist in einem DDR-Bau untergebracht, die Stadt ...
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