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Der Staat verdient mit – doch spart am Falschen

Warum sich Investitionen in Bildung lohnen und trotzdem ausbleiben: Ökonom Axel Plünnecke im Gespräch über Hochschulen als Wachstumsmotoren, falsche Anreize im Föderalismus – und was gute Bildung für ihn bedeutet.
Collage aus Cover des Podcasts Gipfel der Bildung mit Patrick Honecker und Jan-Martin Wiarda und ihrem Gespraechspartner Axel Pluennecke.

Foto Axel Plünnecke: IW Köln.

"Eigentlich müssten Länder und Bund prioritär in die Hochschulen investieren", sagt Axel Plünnecke – "doch sie tun es nicht." Der Bildungsökonom vom Institut der deutschen Wirtschaft erläutert im neuen Gipfel der Bildung mit Patrick Honecker und Jan-Martin Wiarda eindringlich, warum gerade jetzt – angesichts von Transformation, Fachkräftemangel und demografischem Wandel – mehr Geld denn je in die Hochschullandschaft fließen müsste. Und warum es trotzdem allzu oft nicht geschieht.
 
Plünnecke rechnet vor: Ein Jahrgang internationaler Studierender koste den Staat rund 2,4 Milliarden Euro – bringe aber langfristig über 15 Milliarden zurück. Doch im föderalen System gebe es ein zentrales Dilemma: "Der Investor einer hoch rentierlichen Anlage ist nicht der, der die Rückflüsse bekommt." Gemeint ist: Wenn ein Bundesland in die Ausbildung investiert, profitieren häufig andere – etwa durch spätere Steuerzahlungen oder Sozialabgaben von Absolvent:innen, die in ein anderes Bundesland oder ins Ausland ziehen. "Das führt zu Fehlanreizen, weil lokal investiert wird, aber die gesamtgesellschaftlichen Erträge anderswo ankommen."

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