"Das werden wir verhindern"
Zwei Unipräsidentinnen und ein Unipräsident über den autoritären Umsturz in den USA, Bedrohungen der Wissenschaftsfreiheit in Deutschland und die Frage, wie sich staatlich finanzierte Hochschulen gegen einen Demokratieverlust zur Wehr setzen können.

Ute Clement (oben) ist Präsidentin der Universität Kassel; Angela Ittel (unten rechts) ist
Präsidentin der TU Braunschweig; Peter Benz (unten links) ist Präsident der Bauhaus-Universität Weimar.
Fotos: Sonja Rode; Kristina Rottig/TU Braunschweig; Dominique Wollniok.
WENN ER SICH die politische Entwicklung in den USA anschaue, sagte Peter Benz, fühle er sich an Hongkong erinnert. Als er dort als junger Professor angefangen habe, habe es in dem Stadtstaat eine durchaus offene und pluralistische Gesellschaft gegeben. Bis die Regierung 2019 das National Security Law einführte. "Seitdem ist das Wissenschaftssystem kollabiert." Für ihn seien die Ereignisse in den USA seit Amtsantritt von Präsident Donald Trump die Hongkonger Abläufe auf Amerika hochskaliert.
Doch brauche man gar nicht mehr erschrocken über den Atlantik zu blicken, um sich große Sorgen zu machen: Mit dieser Bestandsaufnahme waren sich Benz, Chef der Bauhaus-Universität Weimar, und zwei weitere deutsche Universitätspräsidentinnen einig, die sich für die neue Podcast-Folge von "Wiarda wundert sich" mit Jan-Martin Wiarda verabredet hatten.
Die Wissenschaftsfreiheit sei auch in Deutschland bedroht, sagte Angela ...
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