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"Das werden wir verhindern"

Zwei Unipräsidentinnen und ein Unipräsident über den autoritären Umsturz in den USA, Bedrohungen der Wissenschaftsfreiheit in Deutschland und die Frage, wie sich staatlich finanzierte Hochschulen gegen einen Demokratieverlust zur Wehr setzen können.

 
Collage aus dem Cover des

Ute Clement (oben) ist Präsidentin der Universität Kassel;  Angela Ittel (unten rechts) ist

Präsidentin der TU Braunschweig;  Peter Benz (unten links) ist Präsident der Bauhaus-Universität Weimar. 

Fotos: Sonja Rode; Kristina Rottig/TU Braunschweig; Dominique Wollniok.

WENN ER SICH die politische Entwicklung in den USA anschaue, sagte Peter Benz, fühle er sich an Hongkong erinnert. Als er dort als junger Professor angefangen habe, habe es in dem Stadtstaat eine durchaus offene und pluralistische Gesellschaft gegeben. Bis die Regierung 2019 das National Security Law einführte. "Seitdem ist das Wissenschaftssystem kollabiert." Für ihn seien die Ereignisse in den USA seit Amtsantritt von Präsident Donald Trump die Hongkonger Abläufe auf Amerika hochskaliert.

Doch brauche man gar nicht mehr erschrocken über den Atlantik zu blicken, um sich große Sorgen zu machen: Mit dieser Bestandsaufnahme waren sich Benz, Chef der Bauhaus-Universität Weimar, und zwei weitere deutsche Universitätspräsidentinnen einig, die sich für die neue Podcast-Folge von "Wiarda wundert sich" mit Jan-Martin Wiarda verabredet hatten.

Die Wissenschaftsfreiheit sei auch in Deutschland bedroht, sagte Angela ...

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Kommentare

#1 -

Erfurter | Mo., 31.03.2025 - 11:00
Sehr einseitiger Beitrag. Die gesellschaftlich tonangebenden Sozial- und Geisteswissenschaften kippen in vielen westlichen Ländern seit den 1990er immer weiter nach links ab. Das ist empirisch belegt anhand der politischen Selbstverortung von Hochschullehrern (in Harvard weniger als 5% klassisch-liberal oder konservativ, wohlgemerkt über alle Fächer hinweg). Stellschrauben sind Berufungen und, bei US Spitzenuniversitäten, Zulassungen zum Promotionsstudium. Nun gibt es seit zwei Monaten unter Trump eine Gegenbewegung in Richtung Ausgeglichenheit. Weil in den USA Hochschullehrer zunehmend bis 75 lehren, dürfte die Wiederherstellung der Balance --selbst wenn dieser Prozeß nicht zusätzlich behindert wird-- wenigstens eine Generation dauern. Faschismus ist das sicher nicht, auch ...

#2 -

silia | Mo., 31.03.2025 - 16:23
"Die gesellschaftlich tonangebenden Sozial- und Geisteswissenschaften kippen in vielen westlichen Ländern seit den 1990er immer weiter nach links ab. " Davon spürt man in Deutschland in den Professoren-Verbänden wie dem DHV nichts; ein Kippen nach Links ist da weit und breit nicht in Sicht.

#3 -

Wolfgang Kühnel | Do., 03.04.2025 - 13:41
" "Dass man Hochschulräte anders besetzt, dass man Präsidien anders besetzt" – so dass die Institutionen sich gegen den Freiheitsverlust nicht mehr wehren könnten." Woher kommen eigentlich die externen Hochschulräte, die es noch nicht lange gibt und um deren Besetzung es ein Gerangel geben könnte? Wikipedia sagt dazu nüchtern: "Das Konzept – im Falle des Aufsichtsrates auch der Begriff selbst – stammt aus dem Bereich der Privatwirtschaft und lehnt sich in Teilen an Unternehmensstrukturen an. Die Idee, den Hochschulen ein am Aufsichtsrat von Aktiengesellschaften orientiertes Kontrollgremium zur Seite zu stellen, steht im Kontext von neuesten Strömungen auf dem Gebiet der ...

#4 -

Pfälzer Michel | Do., 03.04.2025 - 16:23
Mein Wunsch: Ideologiefreie Ausbildung und Forschung an den Hochschulen und Universitäten in sozial- und geisteswissenschaftlichen Fächern (s.o.)und all den anderen. Ideologiefreie „Dual-Use“-Anwendungsforschung z.B. in den Ingenieurwissenschaften. Folge: Abschaffung der Zivilklausel.

#5 -

NRWlerin | Sa., 26.04.2025 - 14:22
Vielen Dank für die Diskussion zu diesem bedeutenden Thema Zwei Aspekte, die ich darüber hinaus noch wichtig finde: - Hochschulen & Universitäten werden nicht nur „von außen“ angegriffen, auch innerhalb von Institutionen gibt es Personen, die gegen demokratische Werte arbeiten und hört man in den sozialen Medien, welche Überlegungen dazu angestellt werden - wie bspw. mehr Mitstreitende unter dem Radar rekrutiert werden können - ist das auch ein Aspekt, der mitbedacht werden sollte. - Das Thema „Bürokratieabbau“, welches vielen Wissenschaftler*innen ein wichtiges Anliegen ist, kann schnell auch dazu ausgenutzt werden, demokratiebedeutende Maßnahmen, insbesondere im Bereich DEI, in Frage zu stellen, ...

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