Sehnsucht nach der alten Schule
Ein pädagogischer Aufbruch und eine neue Rolle des Digitalen nach der Coronakrise? Nicht, wenn es nach den Schülern geht. Eine Umfrage zeigt, dass die meisten Kinder und ihre Eltern zurück wollen zum Präsenzunterricht, wie er vor den Schulschließungen war.
ES IST EINER der bisher seltenen Vorher-Nachher-Vergleiche. Direkt vor Beginn der Coronakrise, Anfang März 2020, hatte das Institut für Demoskopie Allensbach im Auftrag der Telekom-Stiftung Schüler und Eltern befragt. Es ging um ihre Einstellung zu Unterricht und Schule und zu außerschulischen Lernorten. Ein Jahr später und nach monatelangen Schulschließungen und Distanzunterricht hat Allensbach die repräsentative Studie wiederholt. Erneut gaben gut 1000 Kinder und Jugendliche der Klassenstufen 5 bis 10 Antwort, dazu 525 Eltern: Wie haben sie Lernen in Zeiten von Corona erlebt? Wie hat sich die Motivation der Schüler und ihre Perspektive aufs Lernen verändert?
Die Ergebnisse sind teilweise erwartbar, was sie nicht weniger wichtig macht. Vor allem aber dürften sie eine Ernüchterung sein für alle, die sich einen pädagogischen Aufbruch der Schulen nach der Coronakrise wünschen. Denn dieser findet unter den Schülern wenig Unterstützung. Doch der Reihe nach.
58 Prozent der Schüler gaben an, sie seien mit dem Lernen und dem Unterricht von zu Hause ...
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Kommentare
#1 - Lieber Jan-Martin, tolle Zusammenfassung. Nur eine Frage:…
Und: Manche Fragen und Erkenntnisse der Studie sind einfach zu ulkig! Herrlich
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