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Die Welle aus dem Norden

Die RKI-Zahlen sind zurzeit besonders unzuverlässig. Trotzdem zeigt ihre Analyse: Omikron kommt jetzt mit Macht. Was bedeutet das für die nächsten Wochen? Und welche Altersgruppen könnten besonders betroffen sein?

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Artikelbild: Die Welle aus dem Norden

Bild: Alexandra Koch / Pixabay.

DIE OMIKRON-WELLE rollt, und das trotz Meldeverzugs nicht mehr nur im Verborgenen. Um die Dimensionen dessen zu erkennen, was auf die Bundesrepublik zukommt, muss man nicht mehr nur in die Nachbarstaaten schauen. Es reicht der Blick in die nördlichen Bundesländer. Dort haben sich die offiziell gemeldeten (und damit erheblich unterschätzten!) Corona-Inzidenzen innerhalb der vergangenen sieben Tage teilweise verdoppelt. Dass Deutschland trotzdem heute Morgen als Ganzes mit 239,9 nur gut 24 Inzidenzpunkte (11,3 Prozent) höher lag als vor einer Woche, hat mit mehreren parallel stattfindenden Entwicklungen zu tun. Die jedoch alle demnächst auslaufen werden. Bis auf die eine: das Anschwellen der Omikron-Welle. Was bedeutet das? Eine Analyse der aktuellen Daten und ein – vorsichtiger – Ausblick.

Schleswig-Holstein: +95,4 Prozent, Sachsen: -23,9 Prozent

Die Corona-Dynamik in den Bundesländer scheint gerade extrem auseinanderzulaufen. Tatsächlich lassen sich drei parallele Trends beobachten.

Nummer 1: Im Osten geht es weiter abwärts , was mit den insgesamt strengeren Corona-Maßnahmen in den ehemaligen Hochinzidenz-Gebieten zusammenhängen dürfte, vor allem aber mit dem späteren Ankommen von Omikron. Konkret: Für Brandenburg meldete das Robert-Koch-Institut heute Morgen eine 7-Tages-Inzidenz von 361,0 – ein Rückgang um 9,1 Prozent gegenüber der Vorwoche (384,9). Sachsen: 287,5 nach 397,6 (-27,7 Prozent), Sachsen-Anhalt: 286,5 nach 376,8 (-23,9 Prozent), Thüringen: 403,4 nach 494,6 (-18,4 Prozent). Mecklenburg-Vorpommern: 284,3 nach 300,4, ebenfalls noch ein Minus, allerdings ...

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Kommentare

#1 -

Hermine Deutlich | Di., 04.01.2022 - 12:07
Danke für diese nüchterne und sachliche Einschätzung.
Es ist wirklich erstaunlich, daß ein Land wie Dänemark im Gegensatz zu Deutschland eine auch über die Feiertage kontinuierliche Erfassung der Daten hinbekommt. Vieles liegt dort an einer viel konsequenteren Digitalisierung.

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