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An die kurze Leine

Die DFG und weitere Gesellschafter von "Wissenschaft im Dialog" wollen offenbar ihren Zuschuss zum Grundhaushalt der Wisskomm-Einrichtung kürzen – und so mehr Einfluss auf deren Strategie ausüben.

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Artikelbild: An die kurze Leine

Screenshot von der Website von "Wissenschaft im Dialog".

KÜRZEN DIE großen fünf Forschungsorganisationen "Wissenschaft im Dialog" (WiD) die Grundfinanzierung? Nach Auskunft der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) befindet sich derzeit ein Brief in der Abstimmung, der WiD die entsprechenden Absichten von DFG, Max-Planck-Gesellschaft, Helmholtz-Gemeinschaft, Leibniz-Gemeinschaft und Fraunhofer-Gesellschaft mitteilen werde.

Allerdings, betont DFG-Pressesprecher Marco Finetti, gehe es nicht darum, die Überweisungen an WiD zu verringern, sondern die Finanzierungsmodalitäten zu ändern. "Die fünf Organisationen haben vereinbart, ihre in gleicher Höhe bleibenden Zuschüsse künftig zu splitten. 50 Prozent gehen in die Grundfinanzierung von WiD, 50 Prozent fließen in konkrete und längerfristige Projekte, deren Auswahl zwischen Gesellschaftern und WID systematischer als bislang abgestimmt werden soll." Die Pläne seien Teil des Strategieprozesses von WiD, der aktuell laufe.

Zurzeit ist DFG-Präsidentin Katja Becker die Vorsitzende der Gesellschafterversammlung von "Wissenschaft im Dialog", einer im Jahr 2000 von den Wissenschaftsorganisationen gegründeten Initiative für mehr Wissenschaftskommunikation. WiD bemüht sich mit seiner sehr agilen und rasant gewachsenen Geschäftsstelle seither um neue Formen der Partizipation, die weit mehr sind als ein ...

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Kommentare

#1 -

Nicolas Wöhrl | Do., 12.05.2022 - 11:22
Genauso wie die Grundlagenforschung braucht auch die Wissenschaftskommunikation Freiheit. Eine Grundfinanzierung halte ich für wichtig um Formate und Ideen auszuprobieren. WiD war für mich als kommunizierender Wissenschaftler in den letzten Jahren ein wichtiger Partner und ich wünsche mir, dass sie ihre Arbeit weiter erfolgreich fortsetzen können. Eine Grundfinanzierung ist dabei für die langfristige Planung essentiell.

#2 -

oh je | Sa., 14.05.2022 - 11:21
@Nicolas Wöhrl: zu Grundfinanzierung von Wissenschaftskommunikation wird es hoffentlich so bald nicht kommen. Die Art von Wissenschaftskommunikation, die inzwischen von den deutschen Universitaeten auf ihren Webseiten betrieben wird, ist zumeist marktschreierisches Geblubbere, mit dem jeder kleine Forschungspups mit dem allergroessten Getoese in die Welt hinausposaunt wird. Es mangelt an der Identifikation relevanter Erkenntnisse. Eine Grundfinanzierung wuerde dieses Problem nur verschaerfen.

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