Bitte besser machen
Ein Forscherkonsortium übt nach der Ablehnung seines Förderantrags massive Kritik am DFG-Begutachtungsverfahren – und formuliert Vorschläge, was die Förderorganisation ändern sollte.

Website des Graduiertenkollegs ( Screenshot ).
SELTEN GELINGT ES, dass Ärger über einen abgelehnten Fortsetzungsantrag so viel konstruktive Energie freisetzt. Doch genau das, behaupten die 16 Wissenschaftler*innen von drei Universitäten und drei Forschungsinstituten, sei die Motivation für ihren Brief gewesen, den sie im Juni an Katja Becker geschickt haben, die Präsidentin der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG).
"Wir fechten das Ergebnis der Begutachtung nicht an, möchten aber an unserem konkreten Beispiel auf Mängel im Verfahren und grundlegende, strukturelle Fehler hinweisen", schreiben die Unterzeichner*innen darin, allesamt beteiligt am Internationalen Graduiertenkollegs (GRK) "Geoökosysteme im Wandel auf dem Tibet Plateau (TransTiP)", dessen Fortsetzung sie bei der DFG beantragt hatten. Womit sie bei den Gutachtern durchfielen.
Doch sie wollen deshalb nicht beleidigt sein. Sondern, schreiben sie Becker, ihre Erfahrungen schildern, damit die DFG daraus lernen kann. Und zu diesem Zweck machen sie auf fünf eng beschriebenen Seiten konkrete Verbesserungsvorschläge.
Die DFG schickte acht Männer und eine Frau – die dann befanden, "TransTiP" sei zu wenig divers
Antje Schwalb ist Geologin und Klimaforscherin mit exzellentem Ruf, vielfach engagiert und vernetzt, unter anderem saß sie bis 2015 sechs Jahre lang im DFG-Senat. An der TU Braunschweig leitet sie das Institut für Geosysteme und Bioindikation an der TU Braunschweig. Und sie ist Sprecherin von "TransTiP", das neuerdings nur noch eine Auslauffinanzierung erhält.
Schwalb sagt, für sie sei besonders befremdlich gewesen, dass "eine deutsche, ...
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Kommentare
#1 - Als Hinweis: Die Teilnehmenden von Seiten der…
#2 - Vielen herzlichen Dank für den Mut der Kolleg*innen, mit…
Ich selbst habe in einem anderen Fach und einem anderen Typ von Verbundantrag ähnliche Erfahrungen gemacht und kenne ähnliche Berichte auch von anderen Antragsstellenden für SFBs oder GRKs bei der DFG. Ich gehe daher davon aus, dass das keine Einzelfälle sind.
Wechselnde Zuständigkeiten, Zuständigkeit von selbst interdisziplinär sehr unerfahrenen Personen bei interdisziplinären Projekten, unklare Prozesse und Vorgehensweisen, Verwendung von Diversitäts- und Proporzargumenten als K.O.-Kriterium ohne angemessenen Blick auf Fakten und bei unklarem Verhältnis von Exzellenz-Anforderungen und ...
#3 - Die Kritik an den DFG-Begutachtungsverfahren mag berechtigt…
#4 - Hinweis an Hans: Die Förderentscheidungen der DFG basieren…
#5 - Es gibt zum Thema der Begutachtungsprozesse in der DFG eine…
Panel-Peer-Review am Beispiel des DFG-Begutachtungsverfahrens von Sonderforschungsbereichen" (s.
https://edoc.hu-berlin.de/handle/18452/17598).
#6 - cetero censio ...Vergabe von Forschungsgeldern sollte…
Vergabe von Forschungsgeldern sollte mittels eines intelligenten Losverfahrensgeregelt werden. Viele der hier angesprochenen Reibungspunkte lösen sich dann auf.
#7 - Wenn gelost wird, muss dennoch vorher eine…
#8 - Bei der DFG gibt es eine Reihe von Problemen. Eines davon…
Und wenn man sich anschaut, dass die Entscheidungsfindung von Gutachtenden im wesentlichen von der Geschäftsstelle vorbereitet wird, ist das keine allzu weltfremde Befürchtung.
Die Geschäftsstelle sieht sich zu sehr als wissenschaftspolitischen ...
#9 - @Himmelreich. So ist es. Aber wie könnte es besser werden?…
#10 - Ideen für faire DFG-Begutachtungen? Hier wird impliziert,…
#11 - Ich möchte mich den Ausführungen von #10 anschließen:…
#12 - Die DFG gehört als e.V. den Mitgliedern, nämlich den…
#13 - Ist nicht interessant, dass die Verbesserungsvorschläge…
Die Verwunderung der DFG über die Ansprache von Journalisten verwundert mich. Wo hätte man das Thema so diskutieren können wie hier im Blog?
@Marauder: Arbeitest Du in der DFG oder kennst Du sie nicht? Niemand sonst würde die Webseiten-Inhalte der DFG ...
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