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Her mit den akademischen Wärmestuben!

Gerade in der Energiekrise müssen Hochschulen offen bleiben. Ein Gastbeitrag von Matthias Anbuhl.

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Artikelbild: Her mit den akademischen Wärmestuben!

Matthias Anbuhl ist Generalsekretär des Deutschen Studentenwerks (DSW). Vorher leitete er die Abteilung für Bildungspolitik und Bildungsarbeit beim Bundesvorstand des Deutschen Gewerkschaftsbundes. Foto: Kay Herschelmann.

ANJA STEINBECK, die Rektorin der Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf (HHU), twitterte es vergangene Woche: Um die mit dem Land Nordrhein-Westfalen vereinbarten 20 Prozent Energie einzusparen, würden an der HHU das Warmwassernetzwerk abgeschaltet, die Temperaturen in den Hochschulgebäuden abends früher abgesenkt und in den Bibliotheken die Öffnungszeiten um "weniger genutzten Randzeiten" gekürzt.

So weit, so nachvollziehbar. Als Hochschule 20 Prozent Energie einsparen zu müssen, verlangt nach kreativen Ideen und Maßnahmen, und diese Universitätsleitung kommuniziert früh und klar, was sie vorhat.

An einem Punkt störe ich mich aber: Die Öffnungszeiten von Hochschulräumen wie Bibliotheken, Hörsälen, Seminarräumen sollten in diesem Winter nicht eingeschränkt werden. Das ist das falsche Signal angesichts der sozialen und finanziellen Notlage, vor der Studierende wegen der Inflation und der drastisch steigenden Energiepreise stehen. Sie kommen finanziell auf dem Zahnfleisch aus der Corona-Pandemie – und wissen angesichts explodierender Preise oft nicht, wie sie in diesem Winter Strom, Gas und Lebensmittel bezahlen sollen. Gerade die mehr als 60 Prozent von ...

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Kommentare

#1 -

Steffen Prowe | Di., 20.09.2022 - 11:31
Danke!!

Das spricht mir aus dem Herzen. Wir als Lehrende, Mitarbeiter:innen und Verwaltung von Hochschulen sind -ebenso wie das Personal in Schulen- VERANTWORTLICH, dass BILDUNG Kern einer Gesellschaft bleibt. Gemeinsames Lernen & Lehren, Erleben und Diskutieren. Ohne dieses wird die Gesellschaft weiter verarmen und mehr Menschen schmeisssen sich in die Arme von Propheten mit vermeintlich einfachen Lösungen. Ich versteige mich sogar soweit, dass an Bildungseinrichtungen das Herz einer Demokratie schlägt, das schwer atmend durch die Pandemie kam und jetzt aufatmen möchte.

#2 -

Anja Steinbeck | Di., 20.09.2022 - 14:44
Richtig, der Lehrbetrieb muss in Präsenz ermöglicht werden und die Bibliotheken müssen so lange wie möglich offen bleiben. Das hat bei uns oberste Priorität. Er sind aber auch die Interessen der Wissenschaftler*innen zu berücksichtigen und wenn die Verwaltung wegen Komplettschließung nicht mehr arbeiten kann, ist auch niemandem gedient. Jeder Schritt auf dem Weg zur 20 % Einsparung wird abgewogen. Schließung der Bibliothek zwischen 22 und 24 Uhr oder Verkürzung der bereits eingeschränkten Betriebszeiten der Bürogebäude oder Einschränkungen der Lüftung der Labore? ALLE müssen hier mit Einschränkungen leben.

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