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Die Kommunikationskrise des Kommunikators

Metin Tolan wollte Göttingen nach all den Krisen und Personalquerelen zu einem neuen Miteinander und wissenschaftlichen Höhenflügen führen. Doch jetzt macht die Universität mit einem absurd anmutenden Personalstreit Schlagzeilen. Mittendrin: Metin Tolan.

IN UNIVERSITÄREN KRISEN, sagte Metin Tolan Anfang 2021, fehle es meist genau daran: "an Kommunikation". Da war der Communicator-Preisträger gerade zum neuen Präsidenten der Universität Göttingen gewählt worden, die eine gescheiterte Exzellenz-Bewerbung, den unschönen Abgang einer Präsidentin, einen noch unschöneren medienöffentlich ausgetragenen Konflikt um ihren bereits gewählten Nachfolger und die Interims-Präsidentschaft eines emeritierten Max-Planck-Direktors hinter sich hatte.

Er möge es nicht, öffentlich über interne Konflikte seiner Universität zu sprechen, sagte Tolan im Interview . "Wie in einer guten Familie" sollte man auch an einer Universität versuchen, Probleme möglichst selbst zu lösen. "Meine Aufgabe als künftiger Unipräsident besteht aber auch darin, dass die Universität Göttingen ihre Konflikte künftig nicht mehr so stark nach außen trägt."

Tolan galt bei seiner Wahl als begnadeter Kommunikator . Der Physiker hat neben seiner Forschung populärwissenschaftliche Sachbücher geschrieben und hielt sehr erfolgreiche und humoristische Vorträge unter anderem zur Physik des Fußballs, der Physik bei Star Trek oder bei James Bond.

Präsident verkündet den Rücktritt des Vizepräsidenten, doch der angeblich Zurückgetretene widerspricht

Doch gut zwei Jahre nach seinem Amtsantritt später befindet sich Tolan ...

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Kommentare

#1 -

Jan-Martin Wiarda | Mi., 19.04.2023 - 14:38
Liebe Leserinnen und Leser,



wie Sie vielleicht bemerkt haben, hatte ich unter diesem Artikel keine Kommentarspalte vorgesehen, da ich bei Beiträgen über Personalia teilweise schlechte Erfahrungen mit anonymen Absendern gemacht habe. Mir ist, wie Sie wissen, ein kritischer, aber zugleich wertschätzender Ton im Blog sehr wichtig.



Doch nun hat mir der Göttinger Theologieprofessor Thomas Kaufmann geschrieben und bat mich, den folgenden Leserbrief zu veröffentlichen. Das wiederum wollte ich ermöglichen, weil eine kritische Debatte wichtig ist. Und damit erfolgt zugleich die Einladung: Wenn Sie sich ebenfalls beteiligen wollen mit einem Leserbrief, melden Sie sich gern unter: post@jmwiarda.de.



Beste Grüße

Ihr Jan-Martin ...

#2 -

Thomas Kaufmann | Mi., 19.04.2023 - 14:39
Wer ist der "Possenreisser" der Göttinger "Posse", Herr Wiarda?



Die Analogisierung der verkorksten Göttinger Präsidentenwahl von 2019 mit der jetzigen Causa Lossau ist absurd. Die damalige Wahl Sascha Spouns, der vom Berater zum Kandidaten geworden war und ein wesentliches Bewerbungskriterium nicht erfüllte, fiel am Ende deshalb durch, weil sich das Auswahlverfahren als nicht gerichtsfest erwies. Das Ganze war übrigens eine Folge der m.E. gescheiterten Konstruktion der niedersächsischen Stiftungsuniversität, die entweder allmächtige Stiftungsratsvorsitzende – so damals der Generalsekretär der VW-Stiftung Wilhelm Krull – hervorbringt oder ein Machtvakuum provoziert.



Herr Wiarda schreibt keine Silbe darüber, dass das 2013 geschaffene Amt eines zweiten ...

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