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Handeln, nicht warten

Berlin setzt seine Postdoc-Reform um, bevor das Bundesverfassungsgericht entschieden hat, und wer den Sanierungsstau im Hochschulbau auflösen will, muss sich jetzt an Tabus herantrauen: ein Gastbeitrag von Henry Marx.

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Artikelbild: Handeln, nicht warten

Henry Marx (SPD) ist seit April 2023 Staatssekretär für Wissenschaft in der Berliner Senatsverwaltung für Wissenschaft, Gesundheit und Pflege. Foto: Nils Bornemann.

PANDEMIE, PREISSCHOCK, KLIMAKRISE, Fachkräftemangel, Inflationsspirale und der anhaltende Zuzug von vielen Geflüchteten: Die Herausforderungen und die multiplen Krisen der vergangenen Jahre machen vor den Hochschulen nicht halt. Welcher Auftrag ergibt sich daraus für die Wissenschaftspolitik, wie muss die hochschulpolitische Strategie für die nächsten Jahre lauten?

Ein wesentlicher Teil der Antwort heißt: fünfmal fünf Prozent. Jedes Jahr steigern wir die Globalzuschüsse an die staatlichen Berliner Hochschulen und die Charité um fünf Prozent. Das bedeutet, dass wir die Grundfinanzierung von insgesamt rund 1,6 Milliarden Euro im Jahr 2024 auf über zwei Milliarden 2028 steigern werden. Darüber hinaus geben wir den Hochschulen weitere Mittel: bis zu 35 Millionen Euro jährlich etwa für den Ausbau der Lehrkräftebildung an den Universitäten.

Das Wesentliche bleibt aber die Zahl "5". Ihre Bedeutung liegt nicht nur in der realen jährlichen Steigerung der Budgets, sondern in ihrer demonstrativen Wirkung: als deutliches Bekenntnis des Berliner ...

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Kommentare

#2 -

Hochschulangehöriger | Mi., 10.01.2024 - 08:26
Ein schöner Beitrag des Staatssekretär, nur versteht er anscheinend die Lage in der sich die Hochschulen befinden nicht. Die 5% sind Augenwischerei bei einer Inflation von zuletzt 8%!

Es werden immer wieder die gleichen Fehler gemacht. ohne juristische Prüfung werden Regelungen festgelegt, welche ggf. im Nachhinein wieder einkassiert werden. Dies ist das typische politische Handeln, ohne Fachkenntnis entgegen der Realität zu arbeiten.

Den Hochschulbau sollen demnach die Hochschulen übernehmen, da das Land kein Geld hat und dann ggf eigenständige GmbH's gründen? Es gibt vorhandene Organisationseinheiten es braucht nichts neues! Es braucht den Willen der Politik etwas ändern zu wollen und ...

#4 -

Wolfgang | Mi., 10.01.2024 - 10:36
zu 2 volle Zustimmung; es fehlt jegliche Expertise und vor allem auch Erfahrung im Wissenschaftssystem. Wenn zudem noch die Postdoc Reform umgesetzt werden soll obwohl eine Entscheidung vom BVerfG noch aussteht, dann ist das dreist.

Was ist, wenn das BVerfG anders entscheidet (was nicht unwahrscheinlich ist) und die Postdoc Reform in Berlin wieder aufgehoben werden muss ? Wer trägt für den dann entstandenen SCHADEN (Dauerbesetzung von Qualifizierungsstellen - mit den dann dazu abgeschlossenen Arbeitsverträgen von denen man sich juristisch kaum noch lösen kann und damit die Qualfizierungsstellen damit für Jahrzehnte dauerhaft blockiert sind) persönlich die Verantwortung ?

#7 -

Ehemaliger Berliner | Sa., 13.01.2024 - 19:04
Der Berliner Senat ist mit sich selbst beschäftigt. Mit Beziehungskindergarten. Peinlich. Da bleibt keine Zeit, ordentlich nachzudenken, ob die Anschlusszusage Sinn macht oder nicht. Man muss ja Mediatorenregeln für Konflikte zwischen Kai und seiner Freundin konstruieren. Na ja, das BVerfG wird's schon richten.

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