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Momente der Wahrheit für die Big Five

2025 stehen die Missionsbestimmungen für die nächsten fünf Jahre im Pakt für Forschung und Innovation an. Reine Formsache für die durch den Pakt geförderten großen Forschungsorganisationen und die Deutsche Forschungsgemeinschaft? Von wegen.

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Artikelbild: Momente der Wahrheit für die Big Five

Collage aus den Logos der "Big Five".

AUF DEN ERSTEN BLICK scheint es sich um kaum mehr als eine Fleißaufgabe zu handeln. 2019 hatten Bund und Länder zum vierten Mal den sogenannten Pakt für Forschung und Innovation (PFI) verlängert, der die großen außeruniversitären Forschungsorganisationen und die Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) finanziert. Und gewährten den "Big Five" nicht nur eine weitere Budgetsteigerung von drei Prozent pro Jahr, sondern das auch noch für einen ungewöhnlich langen Zeitraum: zehn Jahre, gerechnet von 2021 an. Macht insgesamt 17 Milliarden Euro extra. Und Planungssicherheit bis 2030.

Einzige Bedingung laut damals beschlossenem Paktwortlaut: "In Zielvereinbarungen verpflichten sich die Organisationen auf die (im Pakt formulierten) forschungspolitischen Ziele und entwickeln organisationsspezifische Maßnahmen zu deren Umsetzung." Und: "In der Mitte der Laufzeit des PFI IV, im Jahr 2025, werden die erreichten Ergebnisse in der GWK bewertet und die Zielvereinbarungen für die zweite Hälfte der Laufzeit mit den Organisationen weiterentwickelt und in der GWK verabschiedet."

Also dieses Jahr. Doch machte, Stichwort Planungssicherheit, der Pakt die anstehende Bewertung und Weiterentwicklung nicht zur Bedingung für die weitere Auszahlung der Gelder. Zumal die Organisationen die "Zielmarken und internationalen Benchmarks", an denen sie schon bislang in jährlichen "Monitoringberichten" gemessen werden, selbst setzen durften.

Obgleich der "PFI IV" im Gegenzug zu seiner langen Laufzeit und nach teilweise heftiger Kritik an seinem Vorläufer den Performance-Druck auf die Organisationen erhöhen sollte, klingen wesentliche seiner Bestimmungen und auch die damals abgeschlossenen fünf Zielvereinbarungen so wachsweich, dass zur Pakt-Mitte in den Chefetagen von Max Planck, Helmholtz, Leibniz, Fraunhofer und DFG keine große Nervosität ausbrechen sollte. Eine Fleißaufgabe eben.

Die Organisationen stehen gleich mehrfach unter Dampf

Sollte man denken. ...

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Kommentare

#1 -

Th. Klein | Mo., 27.01.2025 - 09:18
Es ist eine Merkwürdigkeit des dt. Wissenschaftssystems, dass die Vergabe- und Kontrollverfahren mit zunehmender Budgethöhe absinken. Wer einen Antrag für ein paar tausend Euro stellt, muss sich unverhältnismäßig strengem Aufwand und Kontrollen unterwerfen. Wer aber zig Millionen und Milliarden erhält, kommt mit wachsweiche Kriterien durch. Es ist seit Jahren peinlich, wie wenig Steuerungswirkung der Pakt entfaltet und wie wenig die Politik darauf reagiert.

#2 -

Potsdamer | Mo., 27.01.2025 - 14:42
@Klein So ist es, leider!

Hoffen wir mal, Georg Blume bekommt das BMBF und kann dann --da für den Murks der vergangenen Jahrzehnte dort die CSU keine Verantwortung trägt-- diesen Augiasstall ausmisten. Ich hatte nach den letzten Wahlen gehofft, die FDP möge das leisten: Leider vergeblich. Selbst Th. Sattelberger ist dieser Aufgabe nur stark eingeschränkt gerecht geworden.

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