Das war's
Die Aufklärung der Fördermittelaffäre ist nicht vollständig, aber vorbei ist sie nach der letzten Sitzung des Forschungsausschusses trotzdem. Ein Kommentar.

"Kintsugi heißt die japanische Kunst, zerbrochene Keramik mit Gold zu reparieren".
Foto: Pomax / flickr, CC BY-NC-ND 2.0.
ES FÜHLTE SICH wie der letzte Akt an. Ein müder letzter Akt. Übergangs-Forschungsminister Cem Özdemir (Grüne) trat am Mittwochmorgen wie verlangt vor dem Bundestags-Forschungsausschuss auf, um Rede und Antwort zum Aufklärungsstand der Fördermittelaffäre zu stehen. So, wie es seine Vorgängerin Bettina Stark-Watzinger (FDP) schon zweimal getan hatte.
Das mit dem letzten Akt galt in vielerlei Hinsicht. Es war die voraussichtlich letzte Sitzung des Ausschusses in dieser Legislaturperiode, in dem vor allem Union und Linke nie lockergelassen hatten mit ihren Fragen zu den Vorgängen im BMBF, seit Berliner Hochschullehrende Anfang Mai einen Offenen Brief verfasst hatten zur Unterstützung eines von der Polizei aufgelösten propalästinensischen Protestcamps an der Freien Universität.
Es war auch die voraussichtlich letzte Sitzung mit dem Ausschussvorsitzenden Kai Gehring (Grüne), der nicht wieder für den Bundestag antritt. Özdemir wird zwar noch bis zur Vereidigung einer neuen Bundesregierung im Amt bleiben, aber danach ist für ihn ebenfalls definitiv Schluss. Auch er kandidiert nicht mehr für den Bundestag, sondern will ...
Sie sehen die gekürzte Fassung dieses Artikels
Der volle Zugang zu Artikeln, die älter sind als vier Wochen, ist nur für registrierte Unterstützer des Wiarda-Blogs vorgesehen.
Kommentare
#1 - (Hoffentlich) Nicht als Besserwisser, nur zur…
Es mag sein dass Herr Özdemir im Herbst Ministerpräsident in Baden-Württemberg werden möchte; die nächste Landtagswahl steht allerdings im Frühjahr 2026 an - was übrigens auch erklärt warum hier die inhaltlich richtige Schulreform hin zu G 9 ab Sommer 2025 so unsäglich durchgepeitscht wird. Aber das ist ein anderes Thema...
Neuen Kommentar hinzufügen