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Der Bund muss mit den Ländern eine KI-Offensive starten

Mecklenburg-Vorpommerns Wissenschaftsministerin Bettina Martin über die Forderungen der Wissenschafts-MK an die nächste Bundesregierung, die Rolle von Zivilklauseln und Militärforschung – und den Umgang mit immer neuem Exzellenzfrust.

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Artikelbild: Der Bund muss mit den Ländern eine KI-Offensive starten

Bettina Martin , 58, ist seit 2021 Ministerin für Wissenschaft, Kultur, Bundes- und Europaangelegenheiten in Mecklenburg-Vorpommern. Von 2019 bis 2021 war sie neben Wissenschaft und Kultur auch für Bildung zuständig. Dieses Jahr leitet die SPD-Politikerin als erste Präsidentin zusätzlich die Wissenschaftsministerkonferenz, kurz Wissenschafts-MK. F oto: Susie Knoll.

Frau Martin, Sie sind die erste Präsidentin der im vergangenen Jahr gegründeten Wissenschaftsministerkonferenz, kurz Wissenschafts-MK. Ihr Vorgänger im Amt, Jakob von Weizsäcker aus dem Saarland, wurde noch nüchtern "Vorsitzender" genannt. Aber weil die Bildungsminister eine Präsidentin haben, dachten die Wissenschaftsminister: Ein bisschen mehr Pomp können wir auch?

Wenn Sie mich fragen, ist das eine Lappalie. Wichtig ist, dass alle drei Ministerkonferenzen in der Kultusministerkonferenz, die für Bildung, die für Wissenschaft und die für Kultur, sich auf Augenhöhe zueinander befinden. Insofern ergibt es Sinn, dass sie mit den gleichen Bezeichnungen arbeiten. Ich möchte aber lieber über Inhalte sprechen. Als Forschungs- und Wissenschaftsminister haben wir jetzt erstmals ein Gremium, in dem wir uns auf unsere eigenen Themen konzentrieren, gemeinsame Positionen entwickeln und uns besser abstimmen können. Am gemeinsamen Tisch mit den Bildungsministern ist das Zukunftsthema Wissenschaft leider oft zu kurz gekommen.

Und künftig wollen Sie als Wissenschafts-MK lauter sein?

Das ist das Ziel. Das Gute in der Wissenschaftspolitik ist ja, dass es bei uns nicht in erster Linie darum geht, wer welches Parteibuch hat. Oder wer zu einem "A"- oder "B"-Land gehört…

…wobei mit "A"-Ländern die mit SPD-Regierungsbeteiligung gemeint sind und "B" für Länder steht, wo CDU oder CSU Koalitionspartner sind…

…sondern dass alle Wissenschaftsminister die gemeinsame Absicht haben, Forschung und Lehre zu stärken. Als Wissenschafts-MK mit einer schlanken und agilen Struktur werden wir der Wissenschaftspolitik eine kräftige öffentliche Stimme geben und sehr deutlich machen, dass Bund und Länder ohne eine wirkliche Kraftanstrengung dem internationalen Wissenschafts- und Innovationswettbewerb nicht standhalten werden. Und dass von einer starken Wissenschaft für Deutschlands und Europas Zukunft sehr viel abhängt.

Die erste große ...

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Kommentare

#1 -

Marco Winzker | Fr., 31.01.2025 - 18:58
Danke für den Beitrag und die Forderung einer übergreifenden KI-Infrastruktur für die Wissenschaft. Wichtig aus meiner Sicht wäre, dies nicht als befristetes Projekt, sondern in dauerhaften Strukturen zu errichten. Das darf vom Umfang her anpassbar sein, aber wenn man bei einem Bedarf erst Strukturen schafft, läuft man der Entwicklung hoffnungslos hinterher. Das ist gerade bei einem so dynamischen Feld wie KI entscheidend.



Es gibt solche Strukturen, die bereits vor dem ChatGPT-Urknall existierten und exemplarisch seien genannt:

KISSKI, GWDG die bereits das vor wenigen Tagen veröffentlichte DeepSeek-R1 hosten.

KI:edu.nrw mit der Learning AID Tagung.

Hochschulforum Digitalisierung mit vielfältigen Austauschformaten.



Und natürlich ...

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