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Sherpas in der digitalen Lernwelt

Digitale Bildung ist das Buzzword dieses Herbstes. Wenn man mal von den Flüchtlingsströmen absieht. Es gibt Leute, die sagen, digitale Bildung gebe es gar nicht. Weil Bildung etwas Ganzheitliches ist, etwas Unteilbares und Umfassendes, das Ziel sozusagen. Während die Digitalisierung ein Prozess ist, der lediglich den Weg hin zur Bildung, zum Gebildetsein, verändert. Mir erscheint diese Argumentation stichhaltig. Darum möchte ich im Folgenden vom Digitalen Lernen sprechen. Dem Lernen mithilfe der neuen digitalen Möglichkeiten. Das, was da passiert in deutschen Klassenzimmern und Hörsälen, vor allem aber auch außerhalb der vertrauten Bildungsstätten, wird dadurch nicht geringer, nicht weniger grundsätzlich.



Was aber genau passiert da, und was bedeutet es?



Zunächst einmal bedeutet es, dass die Werkzeuge, mit denen man sich Bildung aneignen kann, und die Quellen, aus denen man sie bezieht, sich vervielfacht haben. Die Quellen, das sind zum Beispiel die Online-Archive, in denen alle Bücher, die unsere Zivilisation hervorgebracht hat, mehr und mehr digital vorliegen. Das sind die Datenbanken, aus denen sich die gesammelten Rohdaten aus immer mehr Forschungsprojekten weltweit abrufen lassen. Das sind die Udacitys, Courseras und edX dieser Welt, wo sich Massive Open Online Courses (MOOCS) oder ihre zunehmend beliebteren kleinen Brüder, die Small ...

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Kommentare

#1 -

Klaus Diepold | Di., 03.11.2015 - 11:48
Lieber Herr Wiarda,

die zukünftige Rolle der Lehrenden ist ein wichtiger Aspekt, den es zu diskutieren gilt, wenn wir über den Einfluss der Digitalisierung auf das Ökosystem der Bildung betrachten. Dazu finde ich die "Education Philisophy", die auf der Webseite der Kiron University formuliert wurde einen interessanten Schritt in diese Richtung. Auch das Modell des "idealen Studierenden" gilt es dabei neu zu fassen. Welche Bildung brauchen wir (d.h. die jungen Leute) und wie kann Digitalisierung dabei helfen ?

#2 -

Jan-Martin Wiarda | Fr., 06.11.2015 - 15:08
Lieber Herr Diepold, das ist in der Tat ein interessanter Aspekt: der "ideale Studierende". Welche Kompetenzen soll er/sie mitbringen, und wie können wir solche Erwartungen formulieren, ohne schon wieder die soziale Selektion beim Zugang zu Hochschulbildung zu verstärken? Die Diskussion, gerade zur Rolle der Digitalisierung in diesem Zusammenhang, ist noch am Anfang – aber sie nimmt Fahrt auf, glaube ich.

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