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Jahresausblick 2017: Gebildet wird immer

Während die Welt im Krisenmodus feststeckt, sind Deutschlands Schulen und Hochschulen in Bewegung. Welche Trends von 2016 ins neue Jahr hinüberweisen.

Zum vorvergangenen Jahreswechsel zitierte ich eine Berliner Tageszeitung: "Das Beste an 2015? Dass es vorbei ist." Tja, was soll man da über 2016 sagen?

Ihnen gehe das 2016-Bashing gehörig auf die Nerven, meldeten sich dagegen einige Kommentatoren unmittelbar vor Silvester zu Wort, es sei trotz aller Anschläge, Katastrophen und politischen Verirrungen natürlich auch ein gutes Jahr gewesen.

Eine Perspektive, die ich mit Blick auf die Bildung und die Wissenschaft in Deutschland nur unterstützen kann. 2016 war ein ereignisreiches Jahr, es gab erstaunlich viele positive Nachrichten. Natürlich gab es auch schlechte, ärgerliche – und (zum Glück, sonst wär's langweilig!) skurrile. Gleichzeitig scheint die Polarisierung in Bildungsdebatten wieder zuzunehmen. Womit sie, siehe oben, wieder im Trend der Weltpolitik lägen.

Doch anders als im globalen Miteinander tut ein bisschen mehr Zwietracht vielleicht sogar gut bei der Frage, wie das erfolgreichste, das fairste und ideenförderlichste Bildung- und Wissenschaftssystem aussehen könnte. Ob die Diskussionen über den Bolognaprozess und die Exzellenzinitiative, der öffentlichen Schlagabtausch um die Zukunft der Akkreditierung oder der Streit darüber, was das Abitur noch wert ist: Sie alle füllen Themenkomplexe mit Leben, die oft allzu blutleer und bürokratisch daherkommen und dadurch die umfassende Bedeutung von Bildung und Forschung für unser aller Zusammenleben und Zukunft verdecken. Wenn wir uns über unsere Werte streiten, wenn wir mit Emotionen und mit guten Argumenten für unsere Überzeugungen eintreten, können wir auch Menschen erreichen und begeistern, die sonst nur die Schultern zucken und weghören, sobald von Hochschulreformen und Schulstrukturen die Rede ist.

Was aber bleibt nun vom Jahr 2016, und was folgt daraus für Bildungs- und Forschungspolitik in 2017, dem Jahr der Bundestagswahl? Schauen Sie doch mal, was Sie mit meiner folgenden Liste anfangen können, die zwangsläufig subjektiv ist, unvollständig und erst recht nicht nach Wichtigkeit sortiert.

1. Der Bund darf jetzt auch den Schulen Geld geben. Die Träger müssen es aber auch wollen.

Starten wir mit einem eigenartigen Streit. Ein später Freitagnachmittag Anfang Oktober. Hubertus Heil (SPD) jubelt per Pressemitteilung: "Das ...

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Kommentare

#2 -

tutnichtszursache | Do., 05.01.2017 - 12:20
Ein kleiner Einwurf zum Thema Studiengebühren, nachgelagert: Theoretisch überzeugt die nachgelagerte Variante sicherlich am meisten. Praktisch muss man sich aber die Erfahrungen in Hamburg, wo es sie einmal gab, ansehen. Bürgermeister Scholz sagte hierzu von längerem, der Verwaltungsaufwand zur Herstellung der gerichtsfesten Einzelfallgerechtigkeit sei so immens gewesen, dass ein Großteil der Einnahmen durch die Verwaltung wieder aufgezehrt worden sei.

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