Da bin ich wieder
Mathias Brodkorb meldet sich zurück im Gezerre um die Zukunft der Akkreditierung. Mit einem Manöver, das seine Ex-Kollegen als "dreist" bezeichnen.

SEIT WOCHEN SCHON keine professoralen Aufschreie gegen den vermeintlichen „Akkreditierungswahn“, keine demonstrativen Zerwürfnisse in der Kultusministerkonferenz (KMK). Neulich fragte mich jemand: „Geht bei der Reform jetzt alles ganz geräuschlos über die Bühne?“
Das gleiche hat sich Mecklenburg-Vorpommers ehemaliger Bildungsminister Mathias Brodkorb (SPD), der inzwischen das Finanzressort übernommen hat, offenbar auch gefragt. Und entschieden, mal wieder dazwischenzugrätschen.
Seine Nachfolgerin Birgit Hesse hatte nach einem monatelangen Hickhack im Dezember in der KMK einen Kompromiss mitgetragen, indem sie sich bei der entscheidenden Abstimmung enthielt. Der neue Staatsvertrag, der nach einem Urteil des Bundesverfassungsgerichts das Akkreditierungswesen auf rechtlich sichere Füße stellen soll, wird demzufolge im Frühjahr von den Ministerpräsidenten unterschrieben, voraussichtlich am 1. Juni. Was drinsteht, habe ich in mehreren Blogeinträgen berichtet.
Damit der Staatsvertrag wirksam werden kann, müssen die Länder noch Rechtsverordnungen erlassen, die „das Nähere“ regeln, wie das so schön heißt, und zwar, so steht es in Artikel 4 des Akkreditierungs-Staatsvertrags, „zu den formalen Kriterien“, den „fachlich-inhaltlichen Kriterien“ und „zum Verfahren“. Gewöhnlich steht so eine Musterrechtsverordnung schon, wenn ein Staatsvertrag in der KMK ...
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Kommentare
#1 - Sehr geehrter Herr Wiarda,ich bezweifle, dass Frau Hesse…
ich bezweifle, dass Frau Hesse wirklich "im Kreise ihrer KMK-Kollegen ihr Bedauern über Brodkorbs Verhalten" ausgedrückt hat.
In welchem Rahmen und wem gegenüber erfolgte denn diese Äußerung?
Auf welchem Wege haben Sie überhaupt davon Kenntnis erhalten? Oder entspringt dieses Detail nur Ihrer Phantasie?
Für eine aufklärende Antwort wäre ich Ihnen sehr dankbar.
Mit freundlichen Grüßen
Sabine Runze
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