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Qual der Wahl

Seit heute steht fest, wer Gründungsdirektor der Agentur für Sprunginnovationen wird. Rafael Laguna de la Vera wird viel Kraft brauchen – und muss sie schon bei der Wahl des Standortes für die neue Einrichtung unter Beweis stellen.

HEUTE HABEN DIE BUNDESMINISTER Anja Karliczek und Peter Altmaier (beide CDU) bekanntgegeben, dass Rafael Laguna de la Vera Gründungsdirektor der neuen Agentur für Sprunginnovationen werden soll. So habe es die Gründungskommission unter der Leitung des Max-Planck-Forschers Dietmar Harhoff einvernehmlich entschieden. Auch sprach sich die Kommission für eine "gut entwickelte, urbane Region mit starker Wissenschaftsorientierung" als künftigen Standort für die Agentur aus, "zum Beispiel die Metropolregion Berlin", wie es hieß.

Dass Rafael Laguna de la Vera, 55, geboren in Leipzig, in Betracht kam, war in den vergangenen Tagen immer deutlicher geworden. Auch wenn der Unternehmer einer breiteren Öffentlichkeit nicht bekannt ist, darf er als inhaltlich gute Wahl gelten: Er ist Mitgründer des 2005 gestarteten, international erfolgreichen Software-Unternehmens Open-Xchange AG, Harhoff bezeichnete ihn bei LinkedIn als "Technologiepionier, Gründer, Innovator". Die grüne Bundestagsabgeordnete und Innovationsexpertin Anna Christmann sprach in ihrer ersten Reaktion von einer Persönlichkeit, die als Vertreter der Open-Source-Bewegung für innovative Ansätze und digitale Souveränität in Europa stehe.

Vom Kommissionsmitglied zum Gründungsdirektor

Es ...

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Kommentare

#2 -

Skeptiker | Do., 18.07.2019 - 08:29
Open-Xchange war keine Sprunginnovation, sondern im Gegenteil wurde abgekupfert bei Microsoft und anderen. Der hochgelobte Mann hat also vom angeblichen Thema der Agentur keine Ahnung. Vielmehr steht er genau dafür, was es schon jetzt im deutschen Innovationssystem zuhauf gibt: Man doktert ein wenig herum an dem, was Amerikaner erfunden haben, und hält sich dann für einen "Technologiepionier". Diese Agentur kann man vergessen: Alles spricht dafür, dass sie nur mehr vom Gleichen liefern wird.

#3 -

Roland Berg | Do., 18.07.2019 - 11:25
Kommentare, die diese Super-Initiative gleich die Möglichkeit zum Erfolg absprechen sind unseriös. Insbesondere, wenn man die innovative Leistung von Laguna offensichtlich nicht kennt, wie z. B. Id4me oder COI, um nur einige zu nennen. Monopole zu öffnen und den Usern Freiheit zurückzugeben ist eine unschätzbare Leistung

#4 -

Skeptiker | Do., 18.07.2019 - 12:01
@Roland Berg



Id4me etc. sind doch keine Sprunginnovationen! Gemessen an dem von der Politik verkündeten Anspruch der Agentur legen Sie die Latte viel zu niedrig.



Open Source ist eine Sprunginnovation. Aber da ist Laguna zeitlich gesehen ein arger Nachzügler, also gerade kein Pionier mehr. Auch vom Impact her steht er international betrachtet in der 3. oder 4. Reihe; und um internationale Konkurrenzfähigkeit soll es hier angeblich doch gerade gehen.



Die Idee zur Gründung einer solchen Agentur war per se nicht schlecht. Aber die Umsetzung verläuft leider so inkonsequent und stümperhaft, dass eine negative Prognose nicht nur berechtigt sondern sogar geboten ...

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