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Mit dem Brandbrief fing es an

Gewalt, Angst, Sprachbarrieren: Die Berliner Rütli-Schule wurde im Frühjahr 2006 zum Symbol für das Versagen der Hauptschulen. Wie steht die Schule heute da? Ein Besuch.

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Artikelbild: Mit dem Brandbrief fing es an

IN DER DRITTEN Stunde steht bei den Koalas die Frühlingswerkstatt auf dem Stundenplan. Die Koalas, das sind Erst-, Zweit- und Drittklässler, die an der Rütli-Schule jahrgangsübergreifend unterrichtet werden. 24 Kinder sitzen verteilt an fünf Tischen, sie heißen Emil, Elsa und Lorenz, Romy, Ibrahim oder Mohammed. "Khaya hat fleißig geübt und wird uns jetzt ein Gedicht vortragen", sagt Koala-Lehrerin Kathrin Konopka. "Khaya, kommst du bitte nach vorn?" Ein Junge mit braunen Locken und Baseballjacke steht auf, "Wer bin ich?" heißt sein Gedicht. Khaya fängt langsam an und wird immer schneller.

"Bitte gebt ihm Feedback", sagt Konopka danach zu den anderen Kindern. 24 Hände fliegen in die Höhe. "Du hast sehr schön gelesen, Khaya", sagt ein blondes Mädchen. "Am Ende warst du ein bisschen aufgeregt", sagt ein rothaariger Junge, und ein schmächtiger Erstklässler verhaspelt sich bei seinem Lob. Das ist der neue Ton an der Rütli-Schule. Frau Konopka die Klangschale, und alle lauschen still.

Moment mal, werden jetzt einige sagen: Rütli? Da war doch was. Und ob da mal was ...

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Kommentare

#1 -

McFischer | Fr., 06.04.2018 - 11:39
Vielen Dank für den interessanten Eindruck.

Der Artikel (im Spiegel) zeigt gut, was ein sich verändernden lokaler Kontext bewirkt - aber auch, dass die Institution Schule selbst vieles in der Hand hat. Dabei gehören natürlich zu dieser Institution nicht nur 'die Schule' vor Ort, sondern die Schüler, Lehrer, Betreuer... aber auch die Schulverwaltung, Politik und nicht zuletzt die Lehrerbildung an den Hochschulen. Mein Eindruck bezüglich letzterer ist, dass auch hier mittlerweile Multikulturalität, Deutsch als Zweitsprache etc. als Ausbildungsziele zunehmend mit angekommen sind.

Denn: die 'Institution Schule' muss mit den Schülerinnen und Schülern arbeiten, die sie hat, in der Gesellschaft, in ...

#2 -

ONMA Hannover | Di., 10.04.2018 - 17:47
Ich bedanke mich ebenfalls für den Beitrag. Meiner Meinung nach sollte die schulische Ausbildung der heutigen Generation genau das sein was sie eigentlich ist, multikulturell. Wir leben in einer globalen Welt und interagieren täglich mit neuen Kulturen.

Die Bildung sollte dementsprechend angepasst werden.

LG aus <a href="https://onma.de/webdesign-hannover/">Hannover</a>

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