Pisa: Der schwierige Umgang mit einer uneindeutigen Studie
Nahezu identische Leistungen beim Lesen, ein leichter, aber statistisch nicht signifikanter Abfall in den Naturwissenschaften und in Mathematik: Nach den vermeintlich so unspektakulären Ergebnissen der Pisa-Studie von gestern Vormittag (eine gute Zusammenfassung finden Sie im Artikel meines Kollegen Armin Himmelrath ) hat jeder mit seinen eigenen Problemen zu kämpfen.
Erstens: die Journalisten. Sie tun sich schwer mit der Interpretation. "Plus minus null", befindet der Tagesspiegel lapidar. Die taz konzentriert sich auf die immer noch große Gruppe der Leistungsschwachen: "Nachsitzen bei der Chancengleichheit", die Süddeutsche Zeitung verkündet das "Ende einer Aufholjagd." Meine Kollegin Heike Schmoll kritisiert in der Frankfurter Allgemeinen Zeitung , die Pisa-Macher hätten die Vergleichbarkeit der aktuellen Ergebnisse mit früheren Runden aufs Spiel gesetzt. Tatsächlich mussten die 15 Jahre alten Schüler die Aufgaben anstatt mit Stift und Papier erstmals am Computer lösen, was eine Verzerrung bedeute. Eine Verzerrung, die die OECD dann auch noch herunterspiele. Mein ZEIT -Kollege Thomas Kerstan geht noch einen Schritt weiter und meint, wegen der neuen Methode wisse keiner "genau, ob die deutschen Schüler im Vergleich zu 2012 besser oder schlechter geworden sind." Damit stehe eigentlich nur ein Verlierer der Studie fest: "die Studie selber."
Zweitens: Andreas ...
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