Diesmal soll es klappen
Nach dem Scheitern kam ein neuer Anlauf: Seit Monaten ringen Hochschulen und VG Wort ums Urheberrecht. Jetzt gibt es einen überraschend positiven Zwischenstand.

DIE ANGST hat vier Buchstaben. DEAL heißt sie. Die Wissenschaftsorganisationen und der Großverlag Elsevier haben sich bei ihren Verhandlungen um bundesweite Lizenzverträge in die strategische Sackgasse manövriert. Theoretisch könnte Elsevier die Hochschulen und Forschungseinrichtungen jederzeit von der digitalen Belieferung mit wissenschaftlichen Journals abschneiden, da seit Anfang des Jahres die Geschäftsgrundlage fehlt. Viele Hochschulen und Wissenschaftseinrichtungen hatten vorher ihre Einzelverträge mit Elsevier gekündigt, um gemeinsam in einer vermeintlich stärkeren Verhandlungsposition bessere Konditionen, eben einen besseren DEAL, herauszuholen. Der drohende Totalboykott werde Elsevier schon einschüchtern und rechtzeitig in eine Vereinbarung drängen, versicherten sich die Wissenschaftsstrategen gegenseitig. Doch der Verlag ließ sich nicht drängen – mit dem absurden Ergebnis, dass Elsevier jetzt einerseits nicht die Leitungen kappt, weil der Verlag den damit verbundenen Imageschaden fürchtet, andererseits aber zum Beispiel Horst Hippler, Präsident der Hochschulrektorenkonferenz (HRK), schimpft, nach fünf Gesprächsterminen frage er sich, ob Elsevier ernsthaft mit der deutschen Wissenschaft einen zukunftsfähigen Vertrag" abschließen wolle. "Wir wollen eine Lösung", beteuerte dagegen Elsevier-Manager Hannfried von Hindenburg im ZEITChancen Brief – und dass Forscher in Deutschland "weiterhin zur ...
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