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Streit um die Zukunft des Hochschulpakts? Eher nicht.

Die Hochschulen sollen weiter Bundesmilliarden erhalten, aber anders als bisher: Das sagt der Bund, das sagen die Länder. Diskussionen gibt es nur bei der Frage nach dem Wie.

HEUTE BERICHTET DER TAGESSPIEGEL, Bund und Länder seien sich uneins , was die Fortsetzung des Hochschulpakts angeht. Der entsprechende Passus im gemeinsamen GWK-Papier zur Zukunft der Hochschulfinanzierung lese sich „wolkig“. Dort heiße es lediglich, Bund und Länder „könnten die Möglichkeiten des neuen Artikels 91b nutzen, um – auch vor dem Hintergrund der anhaltend hohen Studiernachfrage – gute Rahmenbedingungen für qualitativ hochwertige Studienangebote an Hochschulen dauerhaft zu sichern und auszubauen.“

Ist das wirklich so wolkig? Ist die Uneinigkeit so groß?

Viele Landeswissenschaftsminister äußern sich optimistischer. Für sie steht im Vordergrund, dass der Bund bereits im Dezember in den Verhandlungen um das Papier signalisiert hat, die Mittel aus dem Hochschulpakt dauerhaft bei den Hochschulen zu belassen. Der Hochschulpakt, so die Botschaft, wird also weitergehen. Dass er nicht eins zu eins fortgesetzt wird, liegt ebenfalls auf der Hand. SPD, Union und Grüne (nur diese Parteien stellen Wissenschaftsministerien) sind sich auf Bundes- wie auf Landesebene einig, dass angesichts stagnierender oder leicht sinkender Studentenzahlen künftig stärker die Qualität des ...

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Kommentare

#1 -

Florian Bernstorff | Di., 09.05.2017 - 17:10
These: Die erste Säule des Hochschulpaktes soll vor allem die Einführung der Schuldenbremse in den Ländern ermöglichen. Im Schatten der Bund-Milliarden haben viele Länder ja ihre Grundfinanzierung weiter zurückgefahren. Das geht aber nur, weil das Kriterium "Hochschulerstsemester" heißt - nach dem Einschreibestichtag ist es egal, ob die Studis an der Hochschule bleiben oder nicht. Deswegen braucht man auch nur einen Bruchteil der Studienplätze neu zu schaffen, die für die zusätzlich eingeschrieben Studierenden nominell benötigt würden. Das übrige Geld fließt in die bekannten Haushaltslöcher der Hochschulen.



Wenn die Studienqualität nachhaltig steigen soll, muss m.E. das Kriterium anders gestrickt werden. Zum Beispiel ...

#2 -

Thomas Hoffmeister | Di., 09.05.2017 - 23:46
Qualität statt Quantität ist sicher eine hervorragende Idee für den Hochschulpakt. Doch wie wollen die Geldgeber Qualität messen? Bei den von Ihnen aus der Diskussion genannten quantitativen Kriterien Studiendauer und Absolventenquote graut es mir. Für keines der beiden Kriterien könnte ich auch nur sagen, ob es irgendeine, geschweige denn eine signifikante Beziehung zu Studienqualität gibt. Mir kommt das so vor, als wolle man die Qualität eines Buches an seinem Gewicht messen. Sind es zufällig dieselben Personen, die sich über die Noteninflation an Schulen mokieren, die uns jetzt suggerieren, wenn nur alle das Studium erfolgreich absolvierten, wäre die Studienqualität gut? Wenn ...

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