Jamaika und die Bildung
Die Koalitionsverhandlungen werden schwierig. Was bringen sie für Schulen und Hochschulen? Drei Prognosen.

JOHANNA WANKA WILL nicht mehr. Am Dienstag hat sie im CDU-Bundesvorstand mitgeteilt, was sich die meisten schon seit Monaten dachten: Sie wird das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) abgeben. Wer auch immer ins Ministerbüro am Kapelle-Ufer einzieht, mit direktem Blick aufs Kanzleramt, hat eine turbulente Legislaturperiode vor sich. Die Weichen dafür werden in den bevorstehenden Koalitionsverhandlungen gestellt. Lassen Sie mich drei Prognosen wagen.
Prognose eins: Klappt Jamaika, wird die Bildung im Ministeriumsnamen künftig großgeschrieben. Sowohl Liberale als auch Grüne fordern mehr Zusammenarbeit zwischen Bund und Ländern in der Schulpolitik. Im BMBF geht man davon aus, dass Kanzlerin Merkel schon in den Verhandlungen ein konkretes Angebot vorlegen wird, wie das sogenannte Kooperationsverbot im Grundgesetz weiter gelockert werden kann. Das ist umso ironischer, weil sie in der Union gern behaupten, ein solches Verbot existiere gar nicht. Der Digitalpakt wird kommen und im Koalitionsvertrag stehen. In der Summe dürften die zuletzt doch arg unterforderten Bildungspolitiker im Bundestag also künftig mehr zu kontrollieren haben als in den vergangenen Jahren. >>

Foto: Armin Kübelbeck, Nachweis siehe unten
WAS HAT ANGELA MERKEL FÜR
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