Unis, geht auf die Fachhochschulen zu!
Der Stifterverband hat Beispiele gesammelt, wieso Partnerschaften zwischen Universitäten und Fachhochschulen sich lohnen. In der Realität ist die Distanz zwischen beiden Hochschultypen allerdings immer noch gewaltig. Ein Interview mit dem zuständigen Programmleiter Mathias Winde.

Herr Winde, der Stifterverband veröffentlicht heute eine Untersuchung zum Verhältnis der Hochschultypen und stellt gleich zu Anfang fest: „Fachhochschulen werden als Kooperationspartner für Universitäten immer attraktiver.“ Schaut man sich die Befunde Ihrer Studie im Detail an, drängt sich allerdings der gegenteilige Befund auf: Die Universitäten scheinen die Zusammenarbeit mit Fachhochschulen zu meiden.
Zugegebenermaßen tut sich eine Kluft auf zwischen dem Nutzen, die Partnerschaften zwischen Universitäten und Fachhochschulen beiden Seiten bringen könnten, und der mangelnden Begeisterung, mit der vor allem die Universitäten vielerorts zur Tat schreiten. Dabei reden eigentlich alle von Kooperationen in der Wissenschaft: Es ist in den vergangenen zehn Jahren gelungen, die sogenannte Versäulung zwischen außeruniversitären Forschungseinrichtungen und Universitäten aufzubrechen. Auch Universitäten arbeiten dank Exzellenzinitiative und anderer Programme untereinander viel intensiver zusammen als früher: im Rhein-Main-Gebiet genauso wie in Berlin oder im Ruhrgebiet. Nur im Zugehen auf die Fachhochschulen ist die Zurückhaltung immer noch groß.
Und das wollen Sie mit Ihrer Studie ändern?
Nicht nur wir. Für Januar hat der Wissenschaftsrat eine Empfehlung zur regionalen Hochschulentwicklung angekündigt, auf die wir gespannt warten. Es ist doch frappierend, wie ...
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