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Was Union und Sozialdemokraten im Detail vorhaben

Die Leitlinien hatten CDU, CSU und SPD in ihrem Sondierungspapier vorgezeichnet. Doch die Koalitionsvereinbarung für Bildung und Forschung bietet trotzdem überraschende Veränderungen und neue Initiativen. Eine Übersicht.

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Artikelbild: Was Union und Sozialdemokraten im Detail vorhaben

DIE EINZIGE ECHTE ENTTÄUSCHUNG vorweg: Nein, sie haben es nicht getan. Union und SPD haben nicht ausbuchstabiert, wie sie bis 2025 das 3,5-Prozent-Ziel für Forschung und Entwicklung erreichen wollen. Dazu werde ich mich noch in einem Extra-Artikel äußern. Fest steht: Die zwei Milliarden, die sie auf vier Jahre gestreckt als Zwischenschritt auf dem Weg zur 3,5 einplanen, reichen nicht einmal im Ansatz. Ansonsten aber liest sich das, was die Unterhändler der Arbeitsgruppe "Bildung und Forschung" unter Leitung von Hubertus Heil und Manuela Schwesig (SPD), Annegret Kramp-Karrenbauer (CDU) und Stefan Müller (CSU) ausgearbeitet haben, wohltuend konkret und durchaus ambitioniert. Die erneut absehbaren Debatten, ob das Kooperationsverbot damit nun endgültig weg ist oder nicht, sparen wir uns heute. Fest steht: Kommt die Koalition und setzen Union und SPD ihre Ziele für Bildung und Forschung auch nur in Ansätzen um, wäre das ein wirklicher Entwicklungssprung. 11 Milliarden Euro zusätzlich für Bildung und Forschung wollen die Verhandlungspartner nach eigener Rechnung investieren, größte Brocken: Digitalpakt (3,5 Milliarden), Investitionen in Ganztagsangebote (2 Milliarden) und für Kitaqualität und -gebühren (3,5 Milliarden). Eine Auswahl der aus meiner Sicht wichtigsten Vereinbarungen und Ergänzungen zum Sondierungspapier .

Nationaler Bildungsrat

Die Koalitionsvereinbarung konkretisiert, der im Sondierungspapier angekündigte Bildungsrat werde "nach dem Vorbild des Wissenschaftsrates" organisiert sein. Das neue Gremium, so die Vorstellung von Union und SPD, solle "auf der Grundlage der empirischen Bildungs- und Wissenschaftsforschung Vorschläge für mehr Transparenz, Qualität und Vergleichbarkeit im Bildungswesen vorlegen" und außerdem die Verständigung "über zukünftigen Ziele und Entwicklungen im Bildungswesen" und "die Zusammenarbeit der beteiligten politischen Ebenen bei der Gestaltung der ...

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Kommentare

#1 -

E. Jürgen Zöllner | Fr., 02.02.2018 - 15:29
GroKo Koa-Verhandlung: Bildung und Wissenschaft



Der Werkzeugkasten ist bereitet. Jetzt braucht es den richtigen Meister, dass ein großes Werk daraus wird.

Dieser Teil allein würde für die SPD eine große Koalition rechtfertigen, wenn es kein Lippenbekenntnis für die Partei ist, dass Bildung und Wissenschaft so wichtig sind.



Allein 3 Punkte machen dies deutlich:

1. Schule: Die Kombination Änderung des Grundgesetzes, mehr als 10 Milliarden € Bundesgeld zusätzlich für die Schulen und ein Bildungsrat, der für Qualität, Transparenz und Vergleichbarkeit sorgen kann, ermöglichen einen Systemwechsel und den Aufbruch in die Bildungsrepublik Deutschland.



2. Hochschulen: Die verstärkte und dauerhaft angelegte zusätzliche Bundesfinanzierung ...

#2 -

Klaus Hekking,… | So., 04.02.2018 - 16:09
Na, ja ob Werkzeugkasten oder Bauchladen, das wird sich in der Umsetzung zeigen:

1.. Bildungsrat: könnte ein Ansatz sein, um aus Bildungspolitik mehr zu machen als Geld zu verteilen und eine globale Bildungsstrategie für Deutschland zu entwickeln. Entscheidend wird die Besetzung sein: Spitzen da die üblichen öffentlich besoldeten Biuldungsexp

#3 -

Klaus Hekking,… | So., 04.02.2018 - 16:09
Na, ja ob Werkzeugkasten oder Bauchladen, das wird sich in der Umsetzung zeigen:

1.. Bildungsrat: könnte ein Ansatz sein, um aus Bildungspolitik mehr zu machen als Geld zu verteilen und eine globale Bildungsstrategie für Deutschland zu entwickeln. Entscheidend wird die Besetzung sein: Spitzen da die üblichen öffentlich besoldeten Biuldungsexp

#4 -

Klaus Hekking | So., 04.02.2018 - 16:25
erten oder ist das eine echte Repräsentation der Zivilgesellschaft.



3.Investitionsoffensive: Sinnvoll, wenn die Investitionen des Bundes in die Hardware von entsprechenden Investitionen der Länder in die Software begleitet werden.Ansonsten gibt es Lehrermangel und Stundenausfall in neu renovierten Gebäuden



4.Digitalpakt: Da steckt der entscheidende Erfolgsfaktor im pädagogischen Konzept der Digitalisierung, sowohl auf Ebene der Schüler als auch der Weiterbildung der Lehrer. Wird das nicht richtig gemanagt, wird das ein Konjunkturprogramm für IT-Konzerne



5. Programm für benachteiligte Schüler: Dreimal Ja!! Gute Sache, wenn konsequent umgesetzt.



6.Berufliche Bildung: Hoffentlich führt die Mindestausbildungsvergütung nicht zum einem weiteren Rückgang der Dualen Ausbildung. Das Förderprogramm Weiterbildung ...

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