Lasst doch mal das Flugtaxi
Es ist angebracht, sich über die Personalie Bär zu entrüsten. Aber aus ganz anderem Grund.
DAS FLUGTAXI HAT es zum Hashtag gebracht. Dankbar macht sich die Bildungs- und Digitalisierungsszene über eine designierte Staatsministerin im Bundeskanzleramt her, die in einem ZDF-Interview allzu frei assoziiert hat. Bei der CDU gehe die Tendenz dahin, in Dorothee Bär "eine Art Covergirl der Digitalisierung zu sehen", kommentiert die FAZ heute, noch dazu sprachlich irgendwie aus der Zeit gefallen.
Dass die CSU-Politikerin in den vergangenen Tagen auch einige kluge, diskutable und – für die Mediengesellschaft nicht unwichtig – hinreichend plakative Vorschläge gemacht hat, ist glücklicherweise der einen oder der anderen Beobachterin ebenfalls aufgefallen. Gesche Joost zum Beispiel, Designprofessorin und Internetbotschafterin der Bundesregierung: "Prima, dass Bär das so beherzt vorträgt", zitiert der Tagesspiegel Joost als Reaktion auf Bärs Vorschlag, Programmieren gehöre als Grundfertigkeit in die Lehrpläne der Schulen und sei "so wichtig wie Lesen und Schreiben".
Sieht man von den (wie schon bei der Nominierung von Anja Karliczek als künftige Bildungsministerin) zum Teil erstaunlich harten und extrem persönlichen Herabsetzungen einer Politikerin ab, noch bevor diese überhaupt ihre neue Aufgabe übernommen hat, bleibt ein Missstand übrig, der viel mehr öffentliche Erregung verdienen würde ...
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