Heidelberger Heiscreen-Affäre: Vorstandsvorsitzende des Uniklinikums tritt zurück
Der Aufsichtsrat spricht nach Rückzug von Grüters-Kieslich und der kaufmännischen Direktorin Gürkan von "Generationswechsel" an der Spitze des Klinikums. Die Hauptverantwortung an der Affäre trage aber Christof Sohn.
DIE HEIDELBERGER HEISCREEN-AFFÄRE zieht weitere personelle Konsequenzen nach sich. Die Vorstandsvorsitzende des Universitätsklinikums, Annette Grüters-Kieslich, hat heute ihren vorzeitigen Rücktritt angekündigt, ebenso die kaufmännische Direktorin Irmtraut Gürkan. Der Aufsichtsrat habe die Mitteilungen "mit Respekt entgegengenommen", hieß es.
Grüters-Kieslich sagte, sie habe ihr Amt mit großer Freude ausgeübt. Doch habe man als Vorstand besonders in der Krise nicht konzertiert genug agiert. "Ich bin fest davon überzeugt, dass ein schlichtes "Weiter-so" für das Universitätsklinikum Heidelberg in der heutigen Zeit nicht in Betracht kommen darf. Wir brauchen daher für das Universitätsklinikum Heidelberg Strukturreformen." Diese Veränderung einzuleiten, werde die wichtigste Aufgabe des neuen Leitungsgremiums sein.
Der Aufsichtsrat betonte, die Rücktritte machten den Weg frei für einen Generationswechsel an der Spitze des Universitätsklinikums", den das Gremium mit seinen heutigen Beschlüssen eingeleitet habe. Die Aufsichtsratsvorsitzende Simone Schwanitz, Abteilungsleiterin im baden-württembergischen Wissenschaftsministerium, dankte Grütters-Kieslich. Sie habe in ihren gut zwei Jahren in Heidelberg "zentrale Impulse für die Stärkung des Universitätsklinikums in Forschung, Lehre und Krankenversorgung gesetzt". Zu Gürkan, die ihr Amt 16 ...
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