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Macht euch ehrlich im Batterie-Streit

Am Mittwoch haben die Oppositionsparteien Ministerin Karliczek erneut in den Forschungsausschuss vorgeladen, damit sie Auskunft gibt über eine wichtige Standortentscheidung. Danach müssen aber auch Karliczeks Kritiker Farbe bekennen.

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Artikelbild: Macht euch ehrlich im Batterie-Streit

Foto: bboellinger / pixabay - cco.

SEIT BALD VIER Monaten muss sich Bundesforschungsministerin Anja Karliczek (CDU) gegen immer neue Verdächtigungen wehren, bei der Auswahl Münsters als Standort der Batterie-Forschungsfabrik sei getrickst worden. Besonders groß ist die Empörung in Baden-Württemberg: Ulm galt als besonders aussichtsreicher Kandidat. Zuletzt brachte ausgerechnet ihre Parteifreundin Susanne Eisenmann, CDU-Spitzenkandidatin für die nächste baden-württembergische Landtagswahl, erneut Karliczeks Rücktritt ins Spiel.



Erst lautete der Verdacht, Karliczek habe persönlich Druck ausgeübt – zugunsten Münsters, das in der Nähe ihres Wahlkreises liegt. Er ließ sich nicht bestätigen. Dann hieß es, als die politisch verantwortliche Ministerin hätte sie ihren Ministerialbeamten stärker auf die Finger schauen müssen, die eine unerträgliche Schieflage zugunsten Münsters erzeugt hätten. Und die ganze Zeit über verlangen Karliczeks Kritiker, sie solle reinen Tisch machen, endlich Transparenz üben.



Was Karliczek und ihr Ministerium gemacht haben: Die Ressortchefin stellte sich dem Bundestagsforschungsausschuss und kam im Anschluss der Aufforderung der Abgeordneten nach, ihnen "alle für eine Nachvollziehbarkeit der Standortentscheidung wichtigen Dokumente" zu übergeben. Sie tat sogar mehr ...

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Kommentare

#1 -

Thomas Sattelberger | Mo., 21.10.2019 - 14:14
Lieber Herr Wiarda, schon recht: Prozesse sind manchmal quälend lang. Und gerade deshalb muss man sie sauber führen. Wir wissen jetzt, dass das BMBF unter der politischen Verantwortung von Anja Karliczek für diese 500 Millionen Euro schwere Entscheidung nur einen komplett verkorksten Prozess zustande gebracht hat. BMBF-Staatssekretär Michael Meister hatte mir zudem am 30. August 2019 mitgeteilt, es habe seitens Fraunhofer keine provisorische Priorisierung gegeben. Wir wissen mittlerweile aus den seit 12. September 2019 verfügbaren Akten, dass das nicht stimmt. Wurde hier gelogen? Wurde hier die Wahrheit gebogen? Oder hatte er keine Ahnung? Damit will ich das Ministerium am Mittwoch ...

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