Eklat mit Ankündigung
Die Untersuchungskommission kann ihren Bericht zum Heidelberger Bluttest-Skandal nicht öffentlich präsentieren. Der vermeintliche Protagonist hat gerichtlich jede Aussage über seine Person untersagen lassen.
ES WAR EIN EKLAT mit Ankündigung. Gestern Abend verschickte die Pressestelle des Universitätsklinikums Heidelberg eine ungewöhnliche Mail, Betreffzeile: "Mögliche Absage der Pressekonferenz des Aufsichtsrats des UKHD am 22. Oktober 2019".
Zu der Pressemitteilung hatte das Klinikum wenige Tage zuvor eingeladen, mit der Vorstellung des Abschlussberichts der externen Untersuchungskommission sollte ein weiterer Schritt hin zur Aufklärung in dem Skandal gelingen, der in der öffentlichen Kommunikation von Klinikum und Landespolitik zurückhaltender mit "Causa Bluttest/Heiscreen" bezeichnet wird. Doch, wie die Pressestelle mitteilte, sei nur einen Tag vor dem Termin der Pressekonferenz ein "Antrag auf Erlass einer einstweiligen Anordnung" beim Verwaltungsgericht Karlsruhe eingegangen ist. "Damit soll erreicht werden, dass in der für morgen geplanten Pressekonferenz keinerlei Aussagen über einen der Beteiligten getätigt werden dürfen." Würde das Gericht dem Antrag stattgeben, teilte die Pressestelle weiter mit, "wäre eine aussagekräftige Vorstellung des Berichts nicht möglich."
Klinikdirektor Sohn hat sich vorläufig gerichtlich durchgesetzt
Und genauso kam es. Halb eins heute Mittag verschickte die Pressestelle eine weitere Nachricht. Diesmal stand drüber: "Pressekonferenz des Aufsichtsrats des UKHD abgesagt", und zumindest wurde jetzt auch ...
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