Phishing, Identitätsdiebstahl und Trojaner
Nach dem Hacker-Angriff auf die Uni Gießen veröffentlicht die Bundesregierung jetzt Zahlen zu den Cyberattacken auf die großen Forschungsorganisationen.
DIE GROSSEN FORSCHUNGSORGANISATIONEN waren nach Angaben der Bundesregierung in den vergangenen zwei Jahren Dutzenden von Angriffen auf ihre IT-Infrastruktur ausgesetzt. Eine parlamentarische Anfrage der linken Bundestagsfraktion ergab, dass allein die Fraunhofer-Gesellschaft zuletzt 15 Phishing-Vorfälle, sieben Attacken mit Schadsoftware, drei Identitätsdiebstähle und drei Hackerangriffe verzeichnete. Entsprechende Statistiken zu den Hochschulen konnte die Bundesregierung nicht vorlegen und verwies statt dessen auf die föderale Zuständigkeit der Länder.
Die Cyberattacke auf die Universität Gießen im Dezember, die deren Computersysteme über Wochen lahmgelegt hatte, hatte die stellvertretende Fraktionsvorsitzende Petra Sitte veranlasst, es genauer wissen zu wollen. Dass die Bundesregierung in ihrer Antwort angibt, "keine Kenntnisse" über die Situation an den Hochschulen zu haben, finde sie "schon sehr erstaunlich", sagte Sitte. Schließlich säßen Vertreter des Bundesministeriums für Bildung und Forschung (BMBF) als Gäste immer in den Runden der Kultusministerkonferenz.
Umso detaillierter sind die Angaben, die BMBF-Staatssekretär Michael Meister (CDU) in der Antwort der Bundesregierung zu den von Bund und Ländern gemeinsam finanzierten Forschungsorganisationen macht. Demzufolge meldete auch die Max-Planck-Gesellschaft für die Jahre 2018 und 2019 eine Reihe von Vorfällen: fünf Hackerangriffe, ein gezielter ...
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