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Ein Update für unser Innovationssystem

Klimakrise, Digitalisierung, globaler Wettbewerb: Wir können es uns nicht mehr leisten, die Erkenntnisse kreativen Erfindergeistes in Laboren verstauben zu lassen. Ein Gastbeitrag von Anna Christmann.

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Artikelbild: Ein Update für unser Innovationssystem

Foto: Hans / GDJ - pixabay - cco.

DEUTSCHLAND IST INNOVATIONSWELTMEISTER – zumindest besagte das kürzlich der neue Bloomberg Innovation-Index . Können wir uns also im Erfolg sonnen und entspannt zurücklehnen? Das wäre fatal. Denn es sind vor allem der Hightech-Maschinenbau und die Automobilindustrie, denen Deutschland seine Spitzenposition verdankt. Und beide befinden sich mitten in einem tiefgreifenden Wandel.

Die Klimakrise fordert unsere moderne Gesellschaft in einer nie dagewesenen Dringlichkeit heraus. Gleichzeitig beschleunigt und transformiert die Digitalisierung beinahe alle Bereiche der Gesellschaft. Über Europa wird jedoch oft nicht ohne Ironie gesagt, wenn es um die Transformation unserer Wirtschaft gehe, hätten wir zwar wenig Kapital – dafür aber besonders viel Zeit. Die Innovationsketten sind bei uns oft lang, und der Weg aus der Wissenschaft in die Praxis ist mühsam.

Wir können es uns nicht mehr leisten, die Erkenntnisse kreativen Erfindergeistes in Laboren verstauben zu lassen. Dafür sind die Herausforderungen zu ernst, und die Zeit wird auch für uns Europäer knapp –


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Anna Christmann ist grüne Bundestagsabgeordnete und Sprecherin ihrer Fraktion ...

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Kommentare

#1 -

Liberaler | Mi., 29.01.2020 - 12:29
Das Problem sitzt viel tiefer: Die Bundesregierung betreibt Imagepflege, anstatt Probleme zu lösen. Auf allen Politikfeldern. Keine der mit großem Tamtam angekündigten Innovationsinitiativen des BMBF oder des BMWi funktioniert. Es werden nur Lippenbekenntnisse inszeniert. Wäre das anders unter einer grünen Forschungsministerin? Mir fehlt der Glaube: Es kämen nur andere, eben grüne, Lippenbekenntnisse heraus.



Wer das ändern wollte, müßte die Rekrutierngsmechanismen der politischen Parteien radikal verändern. So, daß nicht nur Karrieristen auf Spitzenpositionen gelangen sondern auch intrinsisch motivierte Veränderer. Echte Social Entrepreneurs zum Beispiel. Thomas Sattelberger hat das erkannt, aber die FDP-Spitze noch nicht.

#2 -

Gregor Bucher | Sa., 01.02.2020 - 11:27
Gute Analyse - gute Vorschläge! Zwei Ergänzungen: 1) Es braucht auch gesellschaftliche Offenheit für Innovationen - z. B. nicht nur beim Thema Auto / Umwelt, sondern generell - zum Beispiel auch Genschere.
2) Die grundlegenden Innovationen kommen aus völlig unerwarteten Ecken. Daher lieber keine politischen engen Vorgaben zu den Inhalten und Zielen der Forschung (INSDA) sondern politische Vorgabe zu den gesellschaftlichen Zielen, was den "Markt" bereitet für Innovation.

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